Ford Focus

Der Ford Focus ist eine Pkw-Modellreihe des Automobilherstellers Ford in der Kompaktklasse. Seine Markteinführung fand in Europa im Herbst 1998 statt, in Nord- und Südamerika im Frühjahr 2000 und in Australien im September 2002. In den meisten Ländern war er der Nachfolger des Ford Escort, in Asien und Australien ersetzte er den Ford Laser. Im April 2011 erfolgte sowohl in Europa, den USA als auch in Asien die Einführung der derzeitigen dritten Generation des Kompaktwagens. In den Jahren 2012 bis 2014 erreichte der Ford Focus mit jeweils mehr als einer Million verkauften Exemplaren erneut den ersten Rang in den weltweiten Verkaufsstatistiken.
Der Ford Focus wurde von Ford of Europe entwickelt und kam im Oktober 1998 in Europa auf den Markt. Ab Frühjahr 2000 wurde er auch in Nordamerika angeboten; auch dort verkaufte er sich gut.
Das Fahrzeug war als eine drei- und fünftürige Fließhecklimousine (Modellcodes: DBW bzw. DAW) konzipiert und zur Markteinführung mit drei verschiedenen Ottomotoren erhältlich. Im Februar 1999 kamen die viertürige Stufenheckvariante (Code: DFW), die für Europa in Almussafes bei Valencia (Spanien) gefertigt wurde, sowie die Kombivariante "Turnier" (Code: DNW) auf den deutschen Markt.
Der Focus unterschied sich von den Konkurrenzmodellen unter anderem durch das New-Edge-Design, das Ford zuerst im Herbst 1996 mit dem Ka eingeführt hatte. Auch hatte eine damals in der Kompaktwagenklasse einmalige aufwändige Einzelradaufhängung der Hinterräder.
Die Serienausstattung der Fahrzeuge in Deutschland umfasste vier Airbags, ABS sowie elektrische Fensterheber (vorne) und bei den stärkeren Motoren eine Antriebsschlupfregelung. Die Aufpreisliste umfasste noch weitere Details wie Klimaanlage, Bordcomputer, Tempomat, Sitzheizung und später ESP.
Ab Februar 1999 gab es den Focus auch mit einem TDDi-Dieselmotor mit 1,8 Liter Hubraum, der 66 kW leistete. Ab August 1999 gab es auch einen weiteren 1,8-Liter-Diesel mit 55 kW.
In den Jahren 2000 und 2001 war der Ford Focus das weltweit meistverkaufte Auto. Im Oktober 2001 erhielt der Ford Focus im Rahmen einer Modellpflege neue Scheinwerfer mit integrierten Blinkleuchten und separatem Fern- und Abblendlicht, geänderte Stoßfänger sowie einige modifizierte Details im Innenraum (wie etwa der Mitteltunnel) und bei der Elektrik (wie insbesondere der Einbau eines General-Electric-Moduls ähnlich anderer Ford-Modelle). Das Kombimodell Turnier war nur noch mit einer Dachreling erhältlich.
Zwei neue Motoren wurden eingeführt, zum Beispiel ein ab Januar 2002 verbauter und 127 kW (173 PS) starker 2,0-Liter-Benziner im Topmodell ST 170 ("ST" für "Sports Technology"). Dieses Modell hatte ein Sechsgang-Getriebe, dunkel abgesetzte Scheinwerfer, eine größere Bremsanlage und ein Sportfahrwerk. Weiterhin hatte es spezielle Sportsitze, auf Wunsch auch von Recaro. Mit dem Facelift war Bi-Xenonlicht verfügbar, ebenso eine Klimaautomatik. Ab November 2002 wurde der Focus auch als Erdgasfahrzeug mit unterflur montierten Tanks angeboten.
Im Oktober 2002 wurde der Focus "RS" vorgestellt, dessen Zweiliter-Turbomotor 158 kW (215 PS) leistete. Er war mit zahlreichen Rennsportkomponenten ausgestattet, unter anderem mit 18-Zoll-Oz-Felgen, Brembo-Bremsen, Quaife-Sperrdifferenzial, Sparco-Halbschalensitzen, einem Getrag-Sportgetriebe und einer AP-Racing-Kupplung sowie mit der Optik des Ford Focus WRC Rallyecars. Die Produktion des Focus "RS" war weltweit auf 4501 Exemplare beschränkt und nur in der Farbe Imperial Blau (auch Ford Racing Blue genannt) erhältlich. Außerdem war die jeweilige Seriennummer in der Mittelkonsole eingeprägt. Im November 2003 wurde die Fertigung des Focus RS beendet.
Angeboten wurde der Focus in vier Ausstattungsvarianten: in einer Sparversion ohne Bezeichnung (umgangssprachlich Basis-Focus, unter anderem ohne Zentralverriegelung und ohne elektrische Fensterheber), in der Grundausstattung "Ambiente", in der Sportversion "Trend" und in der Luxus-Ausführung "Ghia". Darüber hinaus gab es verschiedene Sondermodelle wie "Viva", "Viva X", "Futura", "Finesse", "Sport TDCi" und die Luxusversionen "Ghia X" und "Ghia Exclusiv".
Im saarländischen "Pilot-plant" Saarlouis wurde im Juni 2005 der 10-millionste Wagen der Kompaktklasse produziert (Focus und Vorgängermodell Escort).
Im November 2004 wurde die zweite Modellgeneration des Ford Focus (Code: DA3) eingeführt. Sie basierte auf der Bodengruppe des schon seit Mitte Mai 2003 produzierten Kompaktvans Ford Focus C-MAX. Das Stufenheck und die Kombiversion "Turnier" folgten im Februar 2005.
Optisch unterschied sich die zweite Modellgeneration vom Vorgänger insbesondere durch den sichtbaren Größenunterschied sowie die deutlich flacher stehende Heckscheibe.
Der "Ford Focus FFV" (FFV = Flexible Fuel Vehicle) nutzte Ethanol als Kraftstoff. Dazu wurde das Kraftstoffsystem leicht modifiziert. Benzin und Ethanol konnten in beliebigem Mischverhältnis in denselben Tank gefüllt werden.
Anfangs waren folgende Ausstattungen erhältlich: "Ambiente" (Grundmodell), "Trend", "Sport", "Ghia" und "Titanium". Zusätzlich gab es die Editionsmodelle "Fun", "Style" und "Connection".
Ab Juli 2006 wurden zwei neue Editionsmodelle angeboten: Den Focus "Fun X" und den Focus "Sport TDCi". Im Gegenzug wurde die Ausstattungsvariante "Sport" eingestellt. Im Frühjahr 2007 ersetzte das Editionsmodell "Style" den Fun X.
Ab 2008 gab es die Editionsmodelle Black/Silver Magic, Sport und Rallye, ab 2009 waren die Modelle Sport und Black/Silver/White Magic auch mit Dieselmotorisierung (1.6 TDCi) erhältlich.
Der Ford Focus hatte neben dem üblichen ABS und Gurtstraffern serienmäßig einen Elektronischen Bremsassistenten (EBA), ein ESP mit ASR und zusammen 6 Airbags (Fahrer-/Beifahrer, zwei Seitenairbags und Kopf-Schulterairbags vorn und hinten). Er erhielt beim Euro NCAP-Crashtest fünf von fünf möglichen Sternen.
Im November 2007 wurde die Focus-Baureihe im Rahmen einer Modellpflege optisch überarbeitet. Die Markteinführung fand am 23. Februar 2008 statt.
Ab diesem Zeitpunkt war ein "Powershift" genanntes Doppelkupplungsgetriebe erhältlich (nur für die Dieselmotoren mit 2,0 Liter Hubraum) und in Verbindung mit Xenonlicht auch LED-Rückleuchten lieferbar. Beide Rückleuchten-Varianten sind in heller Farbe gehalten. Im Innenraum gab es ein neues Kombiinstrument mit dem aus dem Ford S-MAX bekannten, moderneren Bordcomputer.
Ebenso wurde die Modellvariante "ECOnetic" als Fünftürer und als Turnier angeboten. Durch eine verbesserte Motorsteuerung, Leichtlaufreifen, spezielles Getriebeöl, Sportfahrwerk und veränderte Schürzen konnte der Verbrauch des 80 kW (109 PS) starken TDCi-Motors (Common-Rail-Diesel) auf 4,3 l/100 km gesenkt werden.
Im März 2010 wurde die Stufenheckversion wegen zuletzt geringer Nachfrage aus dem Programm genommen. Im November 2010 endete schließlich die Produktion der gesamten zweiten Focus-Reihe.
Im September 2005 kam als sportliches Top-Modell der Focus "ST" auf den Markt, der mit einem aufgeladenen 2,5-Liter-Fünfzylinder-Reihenmotor mit 166 kW (225 PS) ausgestattet war.
Beim Focus "ST" wurden zahlreiche Teile von Konzernschwester Volvo beigesteuert, beispielsweise die Bremsanlage und der Motor, der dort in den Modellen C30, S40/V50, V70 sowie C70 zum Einsatz kam. Als einziger Ford war der Focus "ST" gegen Aufpreis in der Sonder-Metallic-Lackierung "Electric Orange" erhältlich; rund 30 Prozent aller in Europa bestellten Fahrzeuge wurden in dieser Lackierung bestellt. Im Gegensatz zum Vorgänger war dieser Focus "ST" nicht als Turnier erhältlich.
Der Focus "ST" erhielt wie die anderen Focus-Varianten im November 2007 ein Facelift. Im Spätsommer 2010 wurde die Produktion eingestellt.
Im März 2007 führte Ford eine Cabrio-Version des Focus unter dem Namen "Focus CC (Coupé-Cabriolet)" ein, die von der Firma Pininfarina in Turin (Italien) montiert wurde.
Es war das erste Cabrio von Ford in Europa mit einem klappbaren Hardtop. Das Stahldach ließ sich innerhalb von 29 Sekunden öffnen oder schließen. Der Wagen wurde mit dem 1,6-Liter-Ottomotor mit 74 kW (101 PS), dem 2,0-Liter-Ottomotor mit 107 kW (145 PS) sowie dem 2,0-Liter-Dieselmotor mit 100 kW (136 PS) angeboten.
Das Coupé-Cabrio wurde kurz nach den anderen Focus-Modellen im April 2008 optisch und technisch überarbeitet.
Im Juli 2010 wurde die Produktion des Focus CC eingestellt.
Die schon ab Mitte Mai 2003 produzierte, erste Modellgeneration des Kompaktvans (intern "C214"), der im Ford-Werk Saarlouis hergestellt wurde, bildete die Basis für die zweite Generation des Ford Focus. Nach einer Überarbeitung im Frühjahr 2007 hieß das Fahrzeug nur noch Ford C-MAX.
Ein weiteres Nischenmodell ist der kompakte SUV Ford Kuga auf der Basis des Focus, der in der ersten Generation von Februar 2008 bis Oktober 2012 hergestellt wurde.
Im April 2009 stellte Ford ein auf dem Focus Turnier „Titanium“ basierendes und mit Geländeoptik sowie leicht erhöhter Bodenfreiheit ausgerüstetes Fahrzeug mit der Bezeichnung Focus "X-Road" auf der AutoRAI in Amsterdam vor.
Diese Variante war offiziell allerdings nur in den Niederlanden und nur mit dem 1,8 Liter großen Aggregat als Flexifuel (Benzin mit Ethanol mischbar) erhältlich. Kennzeichen des "X-Road" sind breite Kotflügel, Schweller- und Schürzenverkleidungen, silber lackierte 17"-Leichtmetallfelgen und eine Front mit breitem Lufteinlass und Zusatzscheinwerfern.
Vom Focus "X-Road" wurden von Juli 2009 bis November 2010 nur rund 300 Fahrzeuge produziert, was ihn zu einem recht seltenen Vertreter auf den Straßen macht.
Am 22. Juli 2008 stellte Ford auf der London International Motor Show erstmals die Serienversion des Focus "RS" vor, dessen Fertigung im Januar 2009 begann.
Der ausschließlich als Dreitürer lieferbare Focus "RS" unterschied sich äußerlich deutlich von den anderen Focus-Modellen: Die Kotflügel waren verbreitert, um die großen 19-Zoll-Räder mit 235er-Reifen nebst der breiteren Spur unterzubringen. Front- und Heckschürze waren komplett neu gestaltet. Der Diffusor und ein großer Heckflügel erhöhten den Abtrieb auf der Hinterachse.
Der Focus "RS" basierte auf der sportlichen Modellvariante "ST" und war mit einem Grundpreis von 33.900 Euro bei seiner Markteinführung deutlich unter den Preisen der Konkurrenzmodelle Audi S3, BMW 130i und VW Golf R32.
Die speziell für den Wagen entwickelten Schalensitze boten viel Seitenhalt und gute Rückenunterstützung. Der Focus "RS" hatte außerdem Zusatzinstrumente und einen Tacho, der bis 280 km/h reichte.
Der bereits im Focus "ST" verwendete 2,5-Liter-Turbo-Fünfzylinder wurde überarbeitet und mit einem bearbeiteten Zylinderkopf mit optimierten Nockenwellen, größerem Borg-Warner-„K16“-Turbolader mit höherem Ladedruck, größerem Ladeluftkühler und neuem Motormanagement ausgestattet. Die Leistung stieg dabei auf 224 kW (305 PS) bei 6500/min, das maximale Drehmoment lag bei 440 Nm bei 2300 bis 5500/min.
Der Focus "RS" war serienmäßig mit einer neuartigen Vorderachskonstruktion („Revo-Knuckles“) ausgerüstet. Diese verringerte die Kräfte am MacPherson-Federbein. Außerdem war ein mechanisches Sperrdifferential „Automatic-Torque-Biasing“ des Herstellers Quaife mit sechs Stirnplanetenrädern eingebaut.
Die Beschleunigung von 0 bis 100 km/h wurde vom Hersteller mit 5,9 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit mit 263 km/h angegeben. Das Automagazin sport auto maß ein Exemplar im Sommer 2010 mit 6,1 Sekunden, in einem anderen Test 2009 schaffte ein Wagen dies erst in 6,4 Sekunden.
Als schnellster Fronttriebler hat der Ford Focus "RS" den Rennstreckentest der Zeitschrift „sport auto“ abgeschlossen. Der Wagen erreichte auf der Nordschleife des Nürburgrings eine Rundenzeit von 8:26 Minuten. Bei einem Test auf dem kleinen Kurs des Hockenheimrings erreichte der Wagen eine Rundenzeit von 1:17,8 Minuten, die mit normaler Alltagsbereifung erzielt wurde.
Obwohl ursprünglich auf 8000 Exemplare limitiert, erhöhte Ford die Produktion des Focus "RS" aufgrund der unerwartet großen Nachfrage auf insgesamt 11.000 Fahrzeuge.
Im März 2010 gab Ford bekannt, auf der Auto Mobil International in Leipzig ein weltweit auf 500 Exemplare limitiertes Sondermodell Focus "RS500" vorzustellen.
Wie der Focus "RS", wurde der "RS500" ausschließlich als Dreitürer produziert. Äußerlich unterschied er sich nur durch die Außenfarbe, er wurde ausschließlich in mattschwarz ausgeliefert. Diese Farbe war jedoch kein Lack – es handelte sich um eine Folie, die von 3M entwickelt wurde. Unterhalb dieser Folie war die Karosserie in „Pantherschwarz Metallic“ lackiert.
Im Innenraum hatte der "RS500" Recaro-Schalensitze, die mit einem schwarzen Alcantara-Glattleder-Mix bezogen waren. Die Aufpreisliste umfasste lediglich ein Touchscreen-Navigationsgerät und rote Vollleder-Sportsitze, ebenfalls von Recaro.
Als Basis diente der Motor des Focus "RS", er wurde nochmals überarbeitet. Im Focus "RS500" erhielt er unter anderem einen größeren Ladeluftkühler, der eine höhere Verdichtung ermöglicht, einen modifizierten Luftfilter, ein im Durchmesser vergrößertes Fallrohr der Abgasanlage und eine andere Benzinpumpe, wodurch er nun 257 kW (350 PS) leistet. Darüber hinaus stieg das Drehmoment auf 460 Newtonmeter.
Das Fahrwerk des Focus "RS500" war nochmals sportlicher abgestimmt und wurde um 40 mm verbreitert, außerdem war der Wagen, wie der "Focus RS", serienmäßig mit Sportreifen ausgerüstet. Die Sättel der Hochleistungsbremsanlage waren rot lackiert.
Der "RS500" war deutlich schneller in der Beschleunigung als das Ausgangsmodell Focus "RS". So erreichte er die 100 km/h-Marke bereits nach 5,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit war mit 265 km/h hingegen nur um 2 km/h höher.
Die bei Tests erzielte Rundenzeit auf dem kleinen Kurs des Hockenheimrings war mit 1:15,8 Minuten um zwei Sekunden schneller als beim Ausgangsmodell.
Auf der Detroit Motor Show präsentierte Ford im Januar 2010 die dritte Modellgeneration des Focus (Entwicklungscode: DYB). Sie basiert auf der Bodengruppe der schon seit Ende 2010 erhältlichen, zweiten Modellgeneration des Ford C-MAX und wird als "Weltauto" angeboten und sowohl in Europa als auch in den USA und Asien gebaut. Der Produktionsbeginn für den Focus ’11 in Europa war der 6. Dezember 2010.
Die Markteinführung in Europa fand in den einzelnen Ländern zu unterschiedlichen Terminen statt, in Deutschland war es der 9. April 2011. Erhältlich waren zunächst eine fünftürige Schrägheck- und eine viertürige Stufenheckvariante, der Turnier folgte im Mai. Ein dreitüriges Schrägheckmodell oder ein Klappdach-Cabrio wie beim Vorgänger wird es nicht mehr geben.
Die Produktion der Modellreihe findet weltweit in Saarlouis (Deutschland), Wsewoloschsk bei Sankt Petersburg (Russland), Hermosillo (Mexiko), General Pacheco (Argentinien), Wayne (Michigan), USA und bis 2011 auch in Almussafes bei Valencia (Spanien) statt.
Beim Euro NCAP-Crashtest erhielt der Wagen mit fünf Sternen die höchste Wertung. Außerdem erhielt er als erstes Fahrzeug weltweit vier "Euro NCAP Advanced Awards". Ausgezeichnet wurden hier der Müdigkeitswarner, das Auffahrwarnsystem „Forward Alert“, der Fahrspur-Assistent und „Active City Stop“, bei dem bei Geschwindigkeiten von weniger als 30 km/h über einen Laser der Abstand zu vorausfahrenden Wagen gemessen und das Fahrzeug automatisch abgebremst wird, falls sich der Abstand so schnell verringert, dass eine Kollision droht.
Ford brachte im Frühjahr 2012 im Focus erstmals den neu entwickelten 1,0-Liter-Dreizylindermotor der EcoBoost-Motorenfamilie mit serienmäßigem Start-Stopp-System auf den Markt. Die Reichweite der mit einem 50-Liter-Tank ausgestatteten Fahrzeuge liegt laut Ford bei mehr als 1000 km, der CO-Ausstoß bei weniger als 120 g/km.
Anfangs waren folgende Ausstattungen erhältlich: "Ambiente" (Grundmodell), "Trend", "Titanium" und "ST". Zusätzlich gab es die Sondermodelle "Champions Edition" und "Sync Edition".
Ab März 2013 gab es das Sondermodell "Ecoboost S" verkauft wurde der Ford Focus EcoBoost S als fünftürige Limousine und Kombi mit wahlweise 1.6 Liter 110 kW oder 2.0 TDCI 103 kW. Optisch unterscheidet sich der EcoBoost S mit einem Styling-Paket, das neben Karosserieelementen auch abgedunkelte Heck- und Seitenscheiben enthält sowie 17-Zoll große Leichtmetallräder. Der Innenraum wurde mit Sportsitzen und einem Sony-Soundsystem aufgewertet. 
Ab 2014 wurden zwei neue Ausstattungsvarianten angeboten: "Sport" und "Business". Den Focus "Sport" gab es wahlweise mit 1.5 Liter Ottomotor 110 kW oder 134 kW sowie 2.0 TDCI 110 kW.
Im Februar 2014 präsentierte Ford auf dem Mobile World Congress erstmals den überarbeiteten Focus, der in Deutschland am 29. November 2014 offiziell auf den Markt kam.
Er unterscheidet sich äußerlich vor allem durch eine neugestaltete Frontpartie mit schmaleren Scheinwerfern, einem höher positioniertem Kühlergrill und einer stärker konturierten Motorhaube vom Focus ’11. 
Beim Fünftürer wurde die Heckpartie leicht umgestaltet, wobei die Rückleuchten und die Heckklappe geändert wurden. Weiterhin wurden fünf neue Motorvarianten angekündigt: Ein 1,5-Liter-EcoBoost-Motor, wahlweise mit 110 kW (150 PS) oder 132 kW (180 PS) sowie ein 1,5-Liter-Dieselmotor mit 70 kW (95 PS), 77 kW (105 PS) oder 88 kW (120 PS).
Auch der Innenraum wurde neu geordnet, das zuvor oftmals als unübersichtlich beschriebene Armaturenbrett wurde aufgeräumt und verfügt nun über weniger und sinnvoller angeordnete Tasten, ein acht Zoll großes Touchscreen-Display ersetzt den dort zuvor vorhandenen, kleinen Bildschirm. Mit "Ford SYNC II" lassen sich Navigations-, Radio-, Klimaanlagenfunktionen entweder über den Touchscreen in der Mittelkonsole oder per Sprachbefehl steuern.
Neu sind auch zahlreiche Assistenz- und Sicherheitssysteme. Die Parkautomatik kann zukünftig auch in quer zur Fahrtrichtung liegende Parklücken einrangieren und wieder ausparken. „Active City Stop“ erkennt drohende Zusammenstöße zukünftig bis zu 50 km/h (vorher 30 km/h).
Im Dezember 2011 begann im US-amerikanischen Ford-Werk in Wayne (Michigan) die Fertigung des Focus "Electric" für den nordamerikanischen Markt.
Hierbei handelt es sich um das erste serienmäßige Elektroauto von Ford. Es wird von einem 107 kW starken Elektromotor angetrieben, welcher als permanent erregter Synchronmotor ausgeführt ist. Dieser hat ein maximales Drehmoment von 250 Nm und beschleunigt den Wagen bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 137 km/h. Die in zwei Blöcke geteilte Lithium-Ionen-Akkumulator-Batterie des Fahrzeuges mit 23 kWh Speicherkapazität wiegt rund 300 kg und ermöglichen eine Reichweite von bis zu 162 km. Je nach Außentemperatur und Belastung wird sie entweder gekühlt oder beheizt, um stets eine möglichst große Reichweite des Fahrzeugs zu erzielen. Über das integrierte 6,6-kW-Ladegerät kann die Batterie an einer 16-Ampere-Ladestation in rund sieben Stunden aufgeladen werden, an einer haushaltsüblichen Steckdose dauert das Aufladen rund elf Stunden. Durch Rekuperation kann bis zu 95 Prozent der Bremsenergie zurückgewonnen werden. Der Fahrer wird hierbei vom sogenannten „Brake-Coach“ darauf hingewiesen, wie er am effizientesten bremst, um möglichst viel Energie zur Aufladung der Batterien zurückzugewinnen.
Das Leergewicht des Focus "Electric" beträgt rund 1.700 kg, das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 2.085 kg. Serienmäßig ist er mit energiesparenden Bi-Xenon-Scheinwerfern mit integrierten LED-Tagfahrleuchten ausgestattet, außerdem unterscheidet er sich durch einen Kühlergrill und einen Armaturenträger in speziellem Design und 17-Zoll-Leichtmetallräder mit 15 Speichen von den Focus-Modellen mit konventionellen Antrieben.
Die Produktion des Focus "Electric" in Europa startete am 12. Juni 2013 in Saarlouis, wodurch sich die ursprünglich für Herbst 2012 vorgesehene Markteinführung auf Juli 2013 verspätete. Außerdem bietet Ford über die Naturstrom AG und die RheinEnergie AG deutschlandweit allen Kunden die Belieferung mit CO-neutral erzeugtem Strom an. Ford gewährt auf das Fahrzeug und alle elektrischen Komponenten eine Garantie von 5 Jahren.
Auch eine Hybrid-Variante ist geplant.
Wie bei der vorigen Modellgeneration brachte Ford im Frühjahr 2012 eine besonders verbrauchsarme "ECOnetic"-Variante auf den Markt. 
Das Modell war mit einem Verbrauch von 3,5 l/100 km und einer CO-Emission von weniger als 95 g/km angekündigt. Der 1,6-Liter-Turbodiesel leistet 77 kW (105 PS).
Seit April 2012 ist der Focus "ECOnetic" in zwei verschiedenen Versionen erhältlich:
Der "ECOnetic 99g" verfügt neben einem neuen Einspritzsystem über ein verbessertes Kühlsystem und ein überarbeitetes Motormanagement. Der Verbrauch des Modells beträgt 3,7 Liter auf 100 km, die CO-Emissionen liegen bei 99 g/km.
Das Modell "ECOnetic 88g" verfügt zusätzlich über einen verkleideten Unterboden und Windabweiser zur Verbesserung des Luftstroms unter dem Fahrzeug, dazu ist der Wagen mit strömungsoptimierten Radzierblenden und Leichtlaufreifen auf Stahlfelgen ausgerüstet. Hierdurch wird der Verbrauch auf 3,4 Liter auf 100 km gesenkt, die CO-Emissionen liegen bei 88 g/km.
Seit Juni 2012 wird im Werk in Saarlouis der Focus "ST" produziert. Bei diesem arbeitet jedoch nicht mehr ein Fünfzylinder von Volvo unter der Haube, sondern ein 2-Liter-EcoBoost-Motor. Dieser Motor leistet 184 kW (250 PS) und liefert im Drehzahlbereich von 2.000 bis 4.500 min ein Drehmoment von 360 Nm, die Kraftübertragung erfolgt über ein manuelles 6-Gang-Getriebe. In 6,5 Sekunden beschleunigt der Wagen aus dem Stand auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 248 km/h angegeben. Als erste Sportvariante eines Ford-Fahrzeugs wird der Focus "ST" als Weltauto in mehr als 40 Ländern auf allen fünf Kontinenten angeboten.
Im Gegensatz zur zweiten Modellgeneration ist der Focus "ST" in Europa auch als Turnier erhältlich, wobei Verbrauch und Abgasemissionen im Vergleich zu diesem Modell um mehr als 20 Prozent sinken. Der Verbrauch beträgt 7,2 Liter auf 100 km, dies entspricht einem CO-Ausstoß von 169 g/km. Die Präsentation der "ST"-Variante fand auf der IAA im September 2011 statt.
Der Focus "ST" verfügt über ein serienmäßiges Sportfahrwerk mit speziell abgestimmten Stoßdämpfern, in drei Stufen verstellbares ESP mit Traktionskontrolle und eine elektronische Differenzialsperre (Torque Vectoring Control). Die Serienausstattung ist recht umfangreich, neben einer Klimaanlage sind Recaro-Sportsitze vorn, ein CD-Audiosystem mit USB-Schnittstelle und Fernbedienung, eine Power-Startfunktion und 18 Zoll große Leichtmetallräder im „ST“-Design mit Niederquerschnittsreifen und Reifendruckkontrollsystem vorhanden. Der Kühlergrill ist schwarz glänzend gehalten, dazu verleihen ein in Wagenfarbe lackierter Dachspoiler, spezielle Seitenschweller, ein Heckdiffusor sowie eine Auspuffanlage mit einem mittig positionierten Doppel-Endrohr dem Wagen eine sportliche Optik. Das Turnier-Modell verfügt darüber hinaus über eine in Schwarz abgesetzte Dachreling. Mittels TSC (Torque Steer Compensation) reagiert die elektrische Servolenkung besonders feinfühlig auf Drehmomenteinflüsse aus dem Antriebsstrang. Als einziges Fahrzeug der Modellpalette ist der Focus "ST" in „Sunset Gelb-Metallic“ erhältlich.
Im Innenraum informieren drei Zusatzinstrumente den Fahrer über Öldruck, Öltemperatur und Ladedruck. Lederlenkrad und Lederschaltknauf sind ebenso serienmäßig wie die Pedalerie, alles im speziellen „ST“-Design. Der Focus "ST" verfügt serienmäßig über ein „Sound-Symposer“ genanntes System, bei dem durch ein elektronisch gesteuertes Ventil das Motorgeräusch bei starker Beschleunigung in den Armaturenträger und damit in den Innenraum übertragen wird. So soll die Sportlichkeit des Wagens im Cockpit trotz umfangreicher Geräuschdämmung auch akustisch wahrgenommen werden können.
Gegen Aufpreis sind unter anderem elektrisch einstell- und beheizbare Fahrer- und Beifahrer-Ledersitze in Windsor-Leder, 2-Zonen-Klimaautomatik sowie Bi-Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht und LED-Rückleuchten erhältlich.
Anfang 2015 erhielt der "ST" wie die zivileren Varianten des Focus ein Facelift. Seitdem ist der Focus "ST" auch mit einem 2,0-Liter-Turbodieselmotor mit 136 kW (185 PS) erhältlich. Der Focus "ST" ist damit zum ersten Mal mit zwei verschiedenen Motorisierungen erhältlich.
Der Ford Focus "RS" wurde Anfang März 2015 auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellt. Angetrieben wird er von einem 2,3 Liter großen EcoBoost-Vierzylindermotor, der aus dem Ford Mustang stammt und dort 233 kW (317 PS) leistet. 
Im Focus "RS" kommt ein neuer Twin-Scroll-Turbolader sowie ein größerer Ladeluftkühler zum Einsatz. Dadurch konnte die Motorleistung auf 257 kW (350 PS) gesteigert werden. Das maximale Drehmoment beträgt 440 Nm, mit Overboost für 15 Sekunden 470 Nm. Im Gegensatz zum Vorgänger ist der Wagen mit Allradantrieb ausgestattet und ausschließlich als Fünftürer lieferbar. 
Der Marktstart in Europa erfolgte im März 2016.
In Nordamerika war der Focus wie in Europa der direkte Nachfolger des Escort, wobei dort traditionell vor allem das Stufenheck gefragt ist.
Die erste Generation der US-Version war abgesehen von optischen Details und den angebotenen Motoren mit der europäischen Ausführung identisch und wurde wie dieser auch als drei- und fünftüriges Schrägheck und Kombi (hier "Wagon" genannt) angeboten.
Die Markteinführung erfolgte dort allerdings erst im Frühjahr 2000, also knapp zwei Jahre nach dem Verkaufsstart Europa. Der Escort wurde als Limousine noch zwei und als Coupé ZX2 sogar drei weitere Jahre produziert.
Im Herbst 2007 wurde in den USA die zweite Generation des Focus eingeführt. Im Gegensatz zum Vorgänger hatte sie nichts mit dem europäischen Modell zu tun, da es sich um einen optisch überarbeiteten Focus der ersten Generation handelte. Das Fahrzeug war nur als viertürige Stufenhecklimousine sowie als zweitüriges Coupé erhältlich und als einzige Antriebsquelle diente der 2,0-Liter-Duratec mit 104 kW (140 PS).
Der Focus belegt mit Platz zehn einen der Spitzenplätze bezogen auf Risiko des Fahrers, in seinem Fahrzeug zu sterben, wie eine Untersuchung des Verkehrssicherheitsinstituts der US-Versicherer (IIHS) ergab. Dieses wertete das Todesrisiko in häufig gekauften Autos aus den Modelljahren 2009 bis 2012 aus, wozu tatsächliche Unfalldaten herangezogen und auf jeweils eine Million zugelassener Fahrzeuge hochgerechnet wurden. Mit 70 Todesfällen pro Million zugelassener Fahrzeuge gehörte der Ford Focus zur Gruppe der zehn Automobile mit der höchsten nachgewiesenen Fahrer-Todesrate.
Die dritte Generation wird seit Frühjahr 2011 parallel in Europa sowie den USA vermarktet. Anders als in Europa war der Focus in Nord- und Mittelamerika zunächst nur mit einem Reihen-Vierzylinder-Ottomotor mit Ti-VCT und 2,0 Liter Hubraum erhältlich, der 119 kW leistet.
Seit Frühjahr 2012 gibt es dort den rein elektrisch angetriebenen Focus "Electric" und seit Sommer 2012 auch den Focus "ST" mit dem 2,0-Liter-EcoBoost-Motor.