Die Simpsons

Die Simpsons ist eine von Matt Groening geschaffene, vielfach ausgezeichnete US-amerikanische Zeichentrickserie des Senders Fox. Sie ist die am längsten laufende US-Zeichentrickserie; bisher entstanden in 28 Staffeln über 600 Episoden. Im November 2016 wurde die Produktion einer 29. und 30. Staffel angekündigt. Ende Juli 2007 erschien außerdem der Kinofilm "Die Simpsons – Der Film". Daneben gibt es auch Comics und Computerspiele mit den Simpsons.
Im Mittelpunkt der Serie steht die Familie Simpson, bestehend aus den Eltern Homer und Marge sowie ihren Kindern Bart, Lisa und Maggie. Die Handlung persifliert häufig Aspekte des US-amerikanischen Alltagslebens.
James L. Brooks wurde durch die Comicserie "Life in Hell" auf Matt Groening aufmerksam. Er rief Groening 1985 an und fragte, ob er etwas für die "Tracey Ullman Show" zeichnen wolle. Bei dem vereinbarten Treffen soll Groening dann einigen Quellen zufolge erfahren haben, dass er etwas Neues und Außergewöhnliches präsentieren sollte. So zeichnete er in 15 Minuten die Figuren zur Serie. Hierbei soll ihm auch die Idee gekommen sein, dass Homer in einem Kernkraftwerk arbeitet. In einem Interview verriet er jedoch, dass er sich bei besagtem Treffen entschlossen habe, nicht, wie ursprünglich geplant, aus der Comicserie "Life in Hell" eine Fernsehserie zu machen, da dies, wie er erfahren musste, bedeutet hätte, die Rechte an Life in Hell abzugeben. Stattdessen entwickelte er dann spontan die Idee zur Serie "Die Simpsons". "Die Simpsons" wurden erstmals am 19. April 1987 als Kurzfilm in der "Tracey Ullman Show" gesendet. Die Figuren waren zu diesem Zeitpunkt noch äußerst krude gezeichnet, da Matt Groening die Rohentwürfe den Animatoren in der Hoffnung übergab, diese würden für den nötigen Feinschliff sorgen; stattdessen übertrugen sie die Skizzen ohne weitere Veränderungen. 1989 wurde die Idee vom Fernsehsender FOX zu einer Fernsehserie ausgebaut, deren Pilotfolge "Es weihnachtet schwer" am 17. Dezember 1989 ausgestrahlt wurde und ein Publikum von knapp 27 Millionen Zuschauern erreichte. Als offiziell erste Folge der ersten Staffel sendete FOX am 14. Januar 1990 "Bart wird ein Genie". Seitdem laufen "Die Simpsons" dort wöchentlich. Bereits nach einem Jahr erreichte die Serie eine große, teilweise fanatische Anhängerschar und genoss Kultstatus.
Die Serie wurde in den ersten drei Staffeln von der Produktionsfirma Klasky Csupo produziert. Seit der vierten Produktionsstaffel ist Film Roman dafür verantwortlich. Ihre Erstausstrahlung im deutschen Sprachraum hatte die Serie 1991 im ZDF, seit 1994 wird sie auf ProSieben ausgestrahlt und war zudem auch bei Sat.1 Comedy zu empfangen. In Österreich läuft die Serie auf ORF 1 und in der Schweiz lief sie auf SF zwei im Zweikanalton, bis sie auf 3 Plus TV wechselte. In den USA sind Die Simpsons die langlebigste Prime-Time-Serie und zugleich die bisher erfolgreichste Zeichentrickserie. 1997 überholte die Serie die "Familie Feuerstein" im Rekord für die am längsten laufende US-amerikanische Zeichentrickserie zur Prime Time und bekamen damit einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde. 2004 wurden "Die Simpsons" von "Scooby-Doo" bei der Anzahl der Episoden überholt, konnten den Titel jedoch 2005 zurückerobern. Im Jahr 2009 wurde die Serie zudem für die am längsten laufende Sitcom und die Serie mit den meisten Emmy-Awards mit weiteren Guinness-Rekorden ausgezeichnet und hält somit vier Rekorde.
Hauptschauplatz ist die fiktive US-Stadt Springfield, einer der häufigsten Ortsnamen in den USA. Auf diese Weise wird versucht, die Trivialität der Handlungssituation auszudrücken: Springfield kann in jedem Bundesstaat sein, existiert aber in Wirklichkeit nicht. Verstärkt wird dieser Effekt durch den Running Gag, dass entweder vermieden wird, den Bundesstaat zu verraten, in dem die Simpsons leben, oder aber irreführende Bemerkungen zur Lage gemacht werden. Die Simpsons wohnen in Springfield in der 742, Evergreen Terrace. Diverse Aspekte des US-amerikanischen Alltagslebens (Fast Food, Fernsehen, Religion, Korruption etc.) werden karikiert und dadurch auch – offen und versteckt – kritisiert. Der Journalist Tim Schleider schreibt über die Serie: "„Die Serie ist eine mitunter bösartige, hoch zynische Abrechnung mit dem ‚American Way of Life‘ und den Idealen des ‚American Dream‘. Viele Folgen stecken voller Anspielungen und sind gespickt mit Seitenhieben auf die US-amerikanische Alltagskultur. Und Groening nimmt sie alle aufs Korn – Fitness-Gurus, religiöse Eiferer, Waffennarren, Konsumverrückte, Fernsehjunkies, Fast-Food-Opfer, Fortschrittsgläubige, Spießer, Radikalfeministinnen und dergleichen mehr. Für Kinder nur bedingt empfehlenswert, für Amerika-Fans ein Muß!“"
Im Jahre 2012 erklärte Groening in einem Interview mit dem Smithsonian Magazine, dass die Stadt Springfield im US-Bundesstaat Oregon Vorbild für den fiktiven Wohnort der Simpsons gewesen sei, betonte aber anschließend, er hätte nicht gesagt, dass dieser in der Serie tatsächlich in Oregon liege.
Typisch für "Die Simpsons" ist, dass sich der Großteil der personellen Besetzung in den einzelnen Folgen aus einem zwar breiten, aber überschaubaren Spektrum an Springfield-Bewohnern bildet. Die Haupthandlung der einzelnen Folgen wird jedoch immer von den Angehörigen der Familie Simpson getragen, hauptsächlich von Homer, Marge, Bart und Lisa Simpson. Maggie Simpson nimmt meistens nur passiv an den Haupthandlungen teil.
Homer Jay Simpson ist das Familienoberhaupt der Simpsons, Ehemann von Marge und Vater von Bart, Lisa und Maggie. Sein Alter schwankt je nach Episode zwischen 36 und 42 Jahren. Er arbeitet im Springfielder Kernkraftwerk als Sicherheitsinspektor im "Sektor 7G", obwohl er nahezu keinerlei Qualifikation für diesen Beruf besitzt. In den ersten Folgen hatte er keine besondere Stellung. Sein Chef ist Charles Montgomery Burns.
Homer ist ein fauler Couch-Potato, infantil und vergnügungssüchtig, besitzt eine geringe Aufmerksamkeitsspanne, ein niedriges Reflexionsniveau und neigt außerdem zu drastischen Gefühlsausbrüchen. Er hat eine Essstörung und nach Feierabend betrinkt er sich häufig in "Moes Taverne" mit seinem Lieblingsgetränk, Duff-Bier. Homer ist die Überzeichnung des klassischen Antihelden, der trotz auffallender charakterlicher Mängel durchaus Sympathieträger ist. Er verfolgt keine bösen Absichten und wird in den meisten Folgen als zwar teilweise desinteressierter, aber dennoch aufrichtiger Familienmensch gezeigt. In den älteren Staffeln war Homer mehr um seine Familie bemüht. Homer bekam anfangs immer Wutausbrüche, wenn Lisa und Bart ihn „Homer“ anstatt „Daddy“ nannten.
Matt Groening, der Erfinder der Simpsons, benannte Homer nach seinem Vater.
Marjorie „Marge“ Simpson, geborene Bouvier, die 34-jährige Ehefrau von Homer und Mutter von Bart, Lisa und Maggie, ist die gute Seele im Hause Simpson. Sie lebt in aufopfernder Zuwendung für ihre Familie und führt den Haushalt. Aus dieser Rolle bricht sie nur selten aus; sie verdrängt ihre Gefühle oft; wenn sie jedoch dann ausbrechen, wird es ernst. Sie ist im Gegensatz zu Homer kulturell interessiert. Zudem ist sie eine ausgezeichnete Malerin, die in ihrer Jugend Kunst studiert hat. Sie vertritt starke moralische Grundsätze (auch wenn sie nicht unbedingt die Gabe besitzt, diese rational zu begründen), die sie auch in der Erziehung an die Kinder weiterzugeben versucht. Sehr selten verfällt sie der Spielsucht, was aber nie lange andauert. Ihr größtes Markenzeichen sind ihre blauen aufgetürmten Haare. Die Figur ist angelehnt an Margaret „Marge“ Groening, die Mutter von Matt Groening.
Bartholomew „Bart“ Jo-Jo Simpson, alias "„El Barto“", alias "„Bartman“", ist der zehnjährige Sohn von Homer und Marge und zwei Jahre und 38 Tage älter als Lisa. Er besucht die vierte Klasse der Grundschule in Springfield, die von Rektor Seymour Skinner geleitet wird. Seine Klassenlehrerin ist Miss Edna Krabappel. Bart ist der typische Klassenclown, ausnehmend frech und frühreif. Seine bekannten Schwächen liegen in seiner geringen Fähigkeit, sich zu konzentrieren, und seiner Shrimps-Allergie. Bart ist ein Anagramm für "brat," was auf Deutsch so viel wie "Balg" bedeutet. Bart war außerdem die erste der Simpsons-Figuren, da Matt Groening ursprünglich eine Geschichte über einen frechen und ungezogenen Jungen erzählen wollte. Sein bester Freund ist Milhouse van Houten. Bart liebt es Skatebord zu fahren und hinterlässt sein Alias überall in der Stadt; in einigen Folgen sind diese Graffiti auf oder in Gebäuden in Springfield zu sehen. Ähnlich wie Matt Groenings Vorname ist auch der Name "Bart" biblischen Ursprungs: Matthew ("Matthäus") und Bartholemew ("Bartholomäus").
Lisa Marie Simpson, acht Jahre alt, ist das zweite der Simpson-Kinder und mit einem IQ von 159 nach Cattell-Skala (entspricht einem IQ von 139 nach der bei uns üblichen Wechsler-Skala) hochbegabt. Sie besucht die zweite Klasse der Grundschule von Springfield unter der Leitung von Miss Hoover. Dort gehört sie zu den Vorzeigeschülern der Schule und wird von ihren Mitschülern deswegen oft als Streberin gehänselt. Sie hat auch keine echten Freunde oder Freundinnen, weswegen sie oft sehr traurig und verzweifelt ist. Dann versucht sie krampfhaft sich auf die Ebene der anderen zu stellen, was ihr nie lang gelingt. Sie spielt Baritonsaxophon, ist Vegetarierin, Buddhistin und Umweltschutzaktivistin. Lisa fühlt sich von der Welt und im Speziellen von ihrer Familie missverstanden. Homer hat ein besonderes Verhältnis zu Lisa, er ist über die Maßen stolz auf seine kleine Tochter, was sich darin äußert, dass er sogar bereit ist, mit ihr in ein Museum einzubrechen. Wenn Lisa etwas von ihm will, lautet die Gegenfrage immer: "„Ja, was ist denn, mein Schatz?“". Auch ansonsten versucht Homer, Lisa zu helfen, wo er nur kann.
Lisa war auch der Name von Matt Groenings Schwester.
Margaret „Maggie“ Simpson ist mit einem Jahr das jüngste Mitglied der Familie. Sie trägt mit wenigen Ausnahmen einen blauen Schlafsack-Strampelanzug, welcher dafür verantwortlich ist, dass sie häufig bei dem Versuch zu gehen mit einem dumpfen Geräusch auf den Bauch fällt, und nuckelt fast immer an ihrem Schnuller. Maggie besitzt für ihr Alter außergewöhnliche Fähigkeiten. Dies drückt sich unter anderem dadurch aus, dass sie minimale, unbewusst gegebene Handzeichen Lisas versteht oder auf einem pentatonischen Metallophon Teile der Nussknacker-Suite spielen kann. Innerhalb der Familie findet sie jedoch nur selten Beachtung, und kommt auch in den meisten Episoden nicht über den Part einer Nebenrolle hinaus. In der Episode "Am Anfang war das Wort" spricht sie ihr erstes Wort: "„Daddy“". Oscar-Preisträgerin Elizabeth Taylor lieh der kleinen Maggie dafür ihre Stimme. Als sie das sagte, war sie jedoch alleine im Zimmer. Somit denken die anderen Familienmitglieder in der Folge "Es war einmal in Homerika", Maggie spreche zum ersten Mal, als sie mehrmals hintereinander das Wort "„Ja“" mit norwegischem Akzent sagt. Im Abspann des Kinofilms spricht Maggie ein weiteres Mal ihr erstes Wort, das in der deutschen Version „Fortsetzung?“ lautet. In wenigen Episoden hatte mindestens eine der Figuren die Möglichkeit, in die Zukunft zu blicken. In diesen ist Maggie durchaus in der Lage zu sprechen, wird aber immer unterbrochen. Auch Maggies Name stammt aus Matt Groenings Familie – eine seiner Schwestern heißt ebenfalls Margaret, wird aber Maggie gerufen.
Die Serie bedient sich zum einen typischer Elemente kindlichen Humors – so finden sich Elemente der absurden Komödie bis hin zum Slapstick; der Humor basiert auf der ständigen Durchbrechung von Erwartungshaltungen. Darüber hinaus bindet der Humor der Serie den Zuschauer über eine Reihe immer wiederkehrender Running Gags (Bart: "„Ay caramba!“", Homer: "„Nein!“" ("„D’oh!“"), Marge brummt, Maggie fällt hin oder nuckelt an ihrem Schnuller, Barney rülpst, Burns sagt: "„Ausgezeichnet!“", Nelson sagt: "„Haha!“", Homer würgt Bart usw.).
Zum anderen spricht der Witz der Serie ebenso den „reiferen“ Humor an, indem er immer wieder Kritik an der (US-amerikanischen) Gesellschaft übt oder beispielsweise auf vergleichsweise alte Filme anspielt. Es handelt sich daher weder um eine eindeutige Serie für Kinder noch um eine Serie ausschließlich für Erwachsene.
Der hintergründige Humor und die Charakteristika der einzelnen Figuren entwickelten sich erst im Laufe der Zeit. Die Figuren machten äußerlich wie inhaltlich eine Wandlung durch, bis sie auf dem heutigen Stand angekommen sind. Dies betrifft zumindest die erste Staffel, in der die Figuren noch auffällig grob gezeichnet waren, beispielsweise mit kleineren Augen und eckigeren Umrissen. Am auffälligsten sind Barts Freund Milhouse van Houten, Clancy Wiggum, der Polizeichef von Springfield, und Barkeeper Moe, die alle drei zunächst noch schwarze Haare hatten. Auch einige kleine Nebenrollen hatten noch ein anderes Aussehen, als man es mittlerweile gewohnt ist.
Die neueren Folgen etwa ab der zehnten Staffel werden von frühen Fans der Serie kritisiert, da sie in ihren Augen alberner und schlechter charakterisiert seien und die Anspielungen ihre Subtilität verloren hätten. Kritisiert werden vor allem die Abkehr vom Realismus, die Erzwungenheit der überhandnehmenden Slapstickwitze im Gegensatz zur leichtfüßigen, intelligenten Komik der alten Staffeln und Homers Charakterwandel zum sogenannten „Jerkass Homer“ (Vollidiot-Homer). Bereits in der siebten Staffel (Episode 10: "Die 138. Episode, eine Sondervorstellung") wird selbstironisch innerhalb der Serie darauf eingegangen. Dagegen finden häufig jüngere Fans, dass die neuen Staffeln der heutigen Zeit mehr entsprechen und im Humor bissiger und satirischer seien.
Wie für amerikanische Zeichentrickserien üblich, werden die Figuren im Laufe der Zeit nicht älter und am Ende einer Folge (spätestens zu Beginn der nächsten) findet immer eine Rückkehr zum status quo ante statt, wie er auch sonst typisch für Serien der 1980er Jahre ist (z. B. "Magnum"). Jedoch erinnern sich die einzelnen Personen dann aber doch an Ereignisse aus vergangenen Folgen und entwickeln sich weiter. Besonders im Zusammenhang mit "Krusty", der sich nie daran erinnert, dass Bart und Lisa ihm schon öfter geholfen haben, und der Abstellkammer im Haus der Simpsons, die sich im Laufe der Serie mit Requisiten aus früheren Folgen füllt, wird diese Eigenart anderer Serien sogar nochmals persifliert. Die grundlegenden Verhältnisse ändern sich jedoch bis auf einige Ausnahmen nie. Eine Auswahl der bedeutendsten Ausnahmen:
Die "Treehouse-of-Horror"-Episoden halten sich bezüglich der Kontinuität an überhaupt keine Regeln. Sie beginnen und enden meist mit völlig anderen dramaturgischen Verhältnissen (zum Beispiel mit dem Tod mehrerer Figuren).
Die meisten Folgen beginnen mit einer kürzeren Geschichte, deren Ende die Grundlage für die hauptsächliche Handlung bildet und die oft bis auf das verbindende Element kaum miteinander zu tun haben. Weiterhin wird in manchen Episoden der primäre Handlungsstrang durch eine meist autonom verlaufende Nebenhandlung ergänzt. Manchmal wird dabei die Tatsache einer solchen Nebenhandlung aufs Korn genommen, indem sie auf unterschiedliche Arten als im Gegensatz zur Haupthandlung recht unnötig dargestellt wird. Mit Ausnahme der einzigen Doppelfolge "Wer erschoss Mr. Burns?" sind alle Simpsons-Folgen eine abgeschlossene Geschichte. Jede Folge beginnt grundsätzlich mit derselben Ausgangssituation, mit der sie – bis auf wenige Ausnahmen – auch wieder endet. Einige Ereignisse und ihre Nachwirkungen bleiben über die Folge, in der sie geschehen sind bestehen, andere wiederum haben keinen nachhaltigen Einfluss, wie dass manche Gebäude und Straßen in Springfield ständig die Position und Anordnung wechseln, um der jeweiligen Folge gerecht zu werden oder dass Hans Maulwurf häufig in Situationen mit für ihn tödlichem Ausgang gerät, aber dennoch immer wieder lebendig zu sehen ist.
Die Eröffnungssequenz, mit der die Simpsons-Episoden beginnen, setzt sich sowohl aus fixen als auch von Episode zu Episode unterschiedlichen Szenen zusammen. Auch die Länge der Sequenz variiert durch Weglassen einzelner Szenen und durch unterschiedlich lange "Couch-Gags"; dadurch soll die unterschiedliche Länge der einzelnen Folgen ausgeglichen werden, so dass jede Episode in Summe etwa die gleiche Länge von rund 21 Minuten hat. Eine Ausnahme bilden die Treehouse-of-Horror-Episoden, die über spezielle Eröffnungen verfügen.
Die Eröffnungssequenz – in ihrer Langform – beginnt mit einem Kamera-Zoom in den Simpsons-Schriftzug samt blauem Himmel und Quellwolken. Danach nähert sich die Kamera der Springfielder Grundschule und zeigt durch ein offenes Fenster Bart, wie er zur Strafe einen Satz mehrmals mit Kreide auf die Tafel schreibt (der so genannte "Tafel-Gag"). Beim Läuten der Schulglocke verlässt Bart auf einem Skateboard die Schule, danach sieht man Homer beim Beenden seiner Schicht im Kernkraftwerk. Die nächste Szene zeigt Marge und Maggie beim Einkaufen im Supermarkt, wobei Maggie vom Verkäufer gescannt und mit in die Tüte verpackt wird. Anschließend verlässt Lisa – immer noch Saxophon spielend – vorzeitig den Musikunterricht, da sie sich nicht an die vorgegebenen Noten gehalten hat ("Lisas Saxophon-Solo"). Danach sind die Familienmitglieder auf dem Heimweg zu sehen, dabei gibt es eine schnelle Ansicht der Straße, in der einige Bewohner Springfields zu sehen sind. Anschließend treffen die Simpsons fast gleichzeitig vor der Garage ihres Hauses ein. Homer flüchtet vor der sich hupend nähernden Marge ins Haus, wo sich die Familie letztlich gemeinsam auf die Couch vor den Fernseher setzt (der so genannte "Couch-Gag").
Seit der 10. Episode der 20. Staffel werden die Simpsons in HDTV produziert und ausgestrahlt. Dies hatte auch eine Änderung der Eröffnungssequenz zur Folge, die nun nicht nur ebenfalls HD-Format hat, sondern auch neu gestaltet wurde. So fliegt nun während der Einblendung des Simpsons-Schriftzuges ein Vogel durch das Bild, in einigen Folgen wird er auch durch andere fliegende Figuren oder Gegenstände ersetzt. Bevor sich die Kamera der Grundschule nähert, sieht man, wie Jimbo und Kearney den Kopf einer Statue vor dem Rathaus absägen und dieser auf Ralph Wiggum fällt. Auch einige andere Figuren wurden in die Eröffnungssequenz eingebaut, die in der alten Sequenz nicht vorgekommen sind. Außerdem schafft es Homer nicht mehr, vor Marges Auto davonzulaufen, und wird durch die Garagentür gestoßen. Des Weiteren wurde der Fernseher durch eine neue Flachbildschirm-Version ersetzt, die aber nicht in allen neuen Folgen zu sehen ist.
Dies ist die zweite große Änderung der Sequenz; die erste fand bereits in der zweiten Staffel statt.
Die von Episode zu Episode unterschiedlichen Szenen:
Mit der Einführung des HD-Intros in der 20. Staffel kamen einige veränderbare Gags hinzu:
In der ersten Staffel war die Eröffnungssequenz ein wenig anders, in der ersten Folge kam sie überhaupt noch nicht vor. Der größte Unterschied zu den neuen Eröffnungssequenzen ist, dass es statt der schnellen Straßenansicht, in der man einige Springfielder sieht, zwei andere Szenen gab. In dieser Version fährt Bart Skateboard und nimmt dabei das Schild von einer Bushaltestelle mit, so dass der Bus vorbeifährt. Dann sieht man, wie Lisa mit dem Fahrrad nach Hause fährt.
Im Jahr 2006 wurde vom britischen Fernsehsender Sky One eine Real-Version der Eröffnungssequenz produziert, um damit Werbung für die zu dieser Zeit gerade laufende 17. Staffel der Simpsons zu machen. Das Video verbreitete sich auch außerhalb Großbritanniens rasch, vor allem im Internet über Video-Websites wie YouTube.
Im Jahr 2010 durfte mit dem britischen Streetart-Künstler Banksy angeblich erstmals ein externer Künstler den Vorspann und insbesondere den Couch-Gag der Simpsons gestalten. Hier ist überspitzt, wie für Banksy so typisch, die dunkle Seite der Produktion der Serien und deren Merchandise zu sehen.
Eine abweichende Eröffnungssequenz wurde in drei Folgen verwendet: in "Kill Gil: Vol. 1  2" (Staffel 18, Episode 9) ist Winter in Springfield und nicht wie üblich Sommer. Die Figuren tragen Winterkleidung, Bart fährt Snowboard statt Skateboard und Schule, Kraftwerk und Wohnung sind weihnachtlich geschmückt. Der Vorspann der Folge "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Privatflugzeug" spielt auf den Simpsons-Kinofilm an. Da der Film, in dem Springfield teilweise zerstört wurde, vor Beginn dieser Staffel in den US-amerikanischen Kinos lief kann man in besagter Eröffnungssequenz die verwüstete Stadt bzw. deren Wiederaufbau sehen. Der gewohnte Ablauf der Sequenz wurde beibehalten, allerdings tauchen in ihm auch Figuren aus dem Film auf (Präsident Schwarzenegger, die Inuit-Schamanin, Spider-Schwein). In der Folge "Nedtropolis" wurde außerdem ein komplett veränderter Vorspann gesendet, bei dem die Einwohner von Springfield das Lied Tik Tok von Kesha singen und den ganzen Vorspann über dazu tanzen.
Alle Figuren bei den Simpsons haben an jeder Hand vier Finger. Die einzige Person mit fünf Fingern an jeder Hand ist Gott, der manchmal in der Serie auftaucht. Hände mit vier Fingern tauchen in vielen Cartoons und Zeichentricksendungen auf, weil sie einfacher und schneller zu zeichnen sind.
Die Simpsons und die meisten Bewohner von Springfield besitzen zudem eine (mehr oder weniger) gelbe Hautfarbe (die Simpsons selber haben den RGB-Farbwert 255/217/15 bzw. die Webfarbe #FFD90F). Zum einen wird gesagt, die Simpsons seien gelb, weil Groening zum Zeitpunkt des Entwerfens lediglich die Farbe Gelb vorrätig gehabt habe und trotzdem anfing, mit dieser zu zeichnen. In der US-Sendung "Inside the Actors Studio" gab Yeardley Smith (englische Synchronstimme von "Lisa") an, Groening habe mit der Wahl der gelben Farbe die Fernsehzuschauer verwirren und glauben machen wollen, die Farbeinstellungen ihres Fernsehers seien nicht korrekt. Dies kam beim NTSC-System, das in den USA verwendet wird, tatsächlich häufig vor. Allerdings gibt es Quellen, die belegen, dass die Koloristin Gyorgyi Peluce entschied, die Figuren gelb zu färben.
Die Figuren sind sich ihrer gelben Hautfarbe bewusst. So sagt Bart, als ihn Lisa bei einem Bad erwischt, dass auch ein Junge Wert auf eine gepflegte, gelbe Haut lege. Zu bemerken ist außerdem, dass von Matt Groening gezeichnete Figuren stets einen Überbiss haben. In einer Folge stellt sich Homer vor, wie wohl seine Kinder aussähen, wenn Marge und er verwandt wären: „Das werden Horrorwesen mit rosa Haut, ohne Überbiss und mit fünf Fingern an jeder Hand!“ – woraufhin für einen kurzen Augenblick tatsächlich Bart, Lisa und Maggie wie „normale Menschen“ aussehen.
„Neinn!“ ist der zum Markenzeichen gewordene Ausruf von Homer Simpson, wenn ihm ein Missgeschick passiert oder etwas Negatives widerfährt. Im englischen Original lautet dieser Ausruf "D’oh." Dieses Wort ergibt eigentlich überhaupt keinen Sinn und über seine Entstehung gibt es viele Legenden. Als gesichert gilt, dass in den Drehbüchern der Serie immer nur "Annoyed Grunt" (verärgertes Grunzen) steht. Homers Sprecher Dan Castellaneta improvisierte darauf das "D’oh". Quellen verweisen auf James Finlayson, einem regelmäßigen Nebendarsteller in den Filmen des Komikerduos Laurel und Hardy ("Dick und Doof"). Im Laurel-und-Hardy-Film "" spricht Finlayson, nachdem ihm eine kleine Glocke, die von Laurel zu heftig bedient wird, auf den Kopf fällt „dooh!“. Der Laurel-und-Hardy-Experte Leonard Maltin behauptet in einem DVD-Kommentar, dass Dan Castellaneta sich auf genau die Szene bezog, als er das "D’oh!" einführte. Auch Castellaneta selbst bestätigte diese Vermutung in der amerikanischen Sendung „Breakfast“ am 8. November 2007. Finlayson verwendete das „dooh!“ allerdings als sein Markenzeichen auch in zahlreichen anderen Filmen.
Inzwischen ist das Wort in den amerikanischen Sprachgebrauch eingegangen und auch für die meisten Nicht-Simpsons-Fans verständlich. "D’oh" wurde in die großen englischsprachigen Wörterbücher "(New) Oxford Dictionary of English" (1998), "Merriam Webster’s" (2001) und "Oxford English Dictionary" (2001) aufgenommen.
Die Definition im Merriam-Webster lautet: "used to express sudden recognition of a foolish blunder or an ironic turn of events", auf deutsch "wird benutzt um plötzliches Erkennen von dummen Fehlern oder ironischen Wendungen von Ereignissen zum Ausdruck zu bringen".
In der deutschen Synchronisation wurde aus dem "D’oh" ein kurzes, scharfes "Neinn!". Das "D’oh" aus der Originalfassung ist jedoch noch im Vorspann zu hören, wenn Homer vor der Garage Lisas Fahrrad ausweicht.
In zahlreichen Folgen traten prominente Musiker, Schauspieler, Fernsehmoderatoren und Sportler als Gäste auf. Ihre gezeichneten Alter Egos wurden meist von den realen Prominenten synchronisiert. Für die Gastauftritte (ehemaliger) US-Präsidenten mussten hingegen Stimmimitatoren gefunden werden. Hingegen war der ehemalige britische Premierminister Tony Blair bereit, seine Zeichentrickfigur selbst zu synchronisieren. Auch der Physiker Stephen Hawking ließ es sich nicht nehmen, seiner Figur die eigene Stimme, genauer gesagt die seines Sprachcomputers, zu leihen. Darüber hinaus synchronisieren Prominente ab und an Figuren, die mit ihnen selbst nichts zu tun haben. Als Adelung der Serie durch die Hochkultur wurde der Auftritt des Schriftstellers Thomas Pynchon gewertet, der nach 40-jähriger Medienabstinenz einen Gastauftritt hatte und zum ersten Mal wieder zu hören war.
Die Splatter-Zeichentrickserie "Die Itchy-und-Scratchy-Show" fungiert als „Serie in der Serie“ und wird u. a. sehr gerne von Bart und Lisa gesehen. Eine Maus namens "Itchy" und die Katze "Scratchy" leben in Rivalität und bekämpfen einander. "Die Itchy-und-Scratchy-Show" wird gerade wegen ihrer extremen Brutalität von den Kindern in der Simpsons-Welt geliebt und karikiert auf diese Weise zum einen das gewaltverherrlichende Fernsehen sowie die Jugend. Nicht zuletzt ermöglicht diese Serie es den Simpsons-Autoren, selbstironisch die Zeichentrickindustrie auf die Schippe zu nehmen. Diese mit Regelmäßigkeit überaus brutale Fernsehsendung lehnt sich an die Thematik der Zeichentrickserien "Herman and Katnip" und "Tom und Jerry" an. Als Vorbild für die Katze Scratchy kann auch die Zeichentrickkatze "Felix the Cat" gelten.
Das "Itchy-und-Scratchy-Land", ein Themenpark, ist eine Satire auf die heile, gewaltlose Welt des Walt-Disney-Imperiums. Ursprünglich waren Itchy und Scratchy eine Satire auf die Medienwelt, inzwischen zeigt sich aber, dass dieses Konzept auch in der Realität funktioniert. Die Flashcartoon-Serie "Happy Tree Friends" ist ebenso brutal wie die Itchy-und-Scratchy-Show, erfreut sich aber außerordentlicher Beliebtheit und hat es bis ins deutsche Fernsehen und auf DVD geschafft.
Der Anchorman Kent Brockman moderiert den Großteil der Nachrichten- und Informationssendungen in Springfield, die meist auf Channel 6 ("Kanal 6") laufen.
Die von den Simpsons am häufigsten gesehenen Sendungen sind "My two Cents", "Smartline" und "Eye on Springfield" (auf Deutsch: früher "Ein Auge auf Springfield", heute "Brennpunkt Springfield" oder "Blickpunkt Springfield").
Neben "Itchy  Scratchy" erfreut sich bei der Jugend der Simpsons-Welt auch der Comic "Radioactive Man" großer Beliebtheit. Bei einem Atombombentest wurde der Reporter "Claude Kane III" radioaktiv verstrahlt und erhielt so übernatürliche Kräfte (z. B. stark gesteigerte Kräfte und die Fähigkeit zu fliegen). Da sich ein Stück der Bombenverkleidung in seine Schädeldecke gebohrt hatte, kann er nur mit einem Hut auf die Straße gehen, um nicht erkannt zu werden. Sein Sidekick "Fallout Boy" (richtiger Name: Rod Runtledge) dagegen hatte einen Unfall mit einem LKW, der ein Röntgengerät transportierte. Dieses wurde beschädigt und sendete Röntgenstrahlung aus, wodurch Rod Runtledge ebenfalls Superkräfte bekam. Mit ihren Kräften kämpfen die beiden gegen zahlreiche Verbrecher (wie "Die Krabbe"), die ebenfalls durch Filmschurken inspiriert wurden. Die Comicfigur Fallout Boy ("Fallout" = radioaktiver Niederschlag) wurde Namensgeber der amerikanischen Rockband Fall Out Boy.
Die beiden Helden sind eine Parodie auf die Superheldencomics der 1930er- bis 1960er-Jahre (Goldenes Zeitalter und Silbernes Zeitalter). Oft werden die Geschichten von Radioactive Man als eigene Handlungen und mit eigenem Deckblatt, das an jene alten Comics erinnert („Ausgabe 23, Juli 1964“), in den Simpsons-Zeitschriften gedruckt, aber auch sehr hohe, bis vierstellige Heftnummern in „jüngeren“ Ausgaben sollen verdeutlichen, dass die Serie, ebenso wie die real existierenden Reihen "Detective Comics" und "Action Comics", bereits lange läuft. Wie Superman, Batman, Spider-Man, Wonder Woman und andere in frühen Ausgaben kämpft auch Radioactive Man gegen die Feinde Amerikas, in seinem Falle vorzugsweise Hippies oder Kommunisten. Radioactive Man parodiert in erster Linie Superman (Initialen "CK" wie bei "Clark Kent", "Festung der Halbwertszeit" als Anspielung auf die "Festung der Einsamkeit", die Beziehung zur Reporterin "Gloria Grand" als Anspielung auf "Lois Lane" usw.), Fallout Boy dagegen erinnert an Robin aus den Batmancomics.
Auch in der Fernsehserie sind immer wieder Anspielungen auf die Superhelden zu finden, vor allem in der Folge "Filmstar wider Willen" (OT: "Radioactive Man"), in der in Springfield ein Radioactive-Man-Film gedreht werden soll. Die Folge beinhaltet nicht nur Anspielungen auf die "Batman"-Serie der 1960er Jahre (z. B. in Form von eingeblendeten Onomatopoetika wie "Knuff!", "Peng!", "Zack!" usw.), sondern nimmt auch die gesamte Filmbranche Hollywoods aufs Korn.
Die Standardbiermarke der Serie ist "Duff" (von engl.: „wertlos, dumm, inkompetent“). Als Werbeikone gibt es in der Serie den "Duffman".
Zahlreiche Merchandising-Artikel im Umfeld der Trickfilmserie bilden "Duff"-Bierdosen ab. 1995 stellte die "South Australian Brewing Co." ein Bier unter dem Namen Duff her. 1996 unterlag die Brauerei vor Gericht der Twentieth (20th) Century Fox Film Corporation und der Matt Groening Productions Inc. und musste die Produktion einstellen. 2001 musste die nach ihrem Inhaber benannte neuseeländische Brauerei "Duffs Brewery" sich auf Druck von 20th Century Fox umbenennen. Australische "Duff"-Dosen werden unter Sammlern hoch gehandelt. In den USA gibt es einen alkoholfreien Energydrink unter dem (offiziell lizenzierten) Duff-Label.
Innerhalb von Deutschland und der Schweiz wird ein nicht lizenziertes Duff-Bier, im Lohnbrauverfahren, von der Eschweger Klosterbrauerei gebraut und von der Firma "Duff Beer UG" vertrieben. Fox versuchte den Vertrieb zu unterbinden, unterlag jedoch. Im Urteil heißt es dazu: "Zwar habe die Widersprechende durch Vorlage umfangreicher Unterlagen glaubhaft gemacht, dass diese Serie mittlerweile auch in Deutschland einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht habe. Mit den vorgelegten Unterlagen habe sie aber nicht annähernd nachweisen können, dass auch der Begriff „Duff BEER“ bei den inländischen Verkehrskreisen einen Bekanntheitsgrad von mindestens 60 % erreicht habe. Dies hätte beispielsweise durch die Vorlage eines demoskopischen Gutachtens geschehen können". Die Firma "Duff Beer UG" ist dabei, den Vertrieb auf ganz Europa auszudehnen.
Da es in Europa reales Duff-Bier gibt, wurde der Verlag "Media Incognito" – Herausgeber der Simpson-Comicreihe in Litauen, wo Alkoholwerbung in Medien verboten ist – im April 2011 zu 10.000 Litas (2.900 Euro) Strafe verurteilt. Der Verlag stellte daraufhin die Reihe ein, um nach einer Lösung zu suchen. Der Originalverlag Bongo Comics erlaubt keine inhaltlichen Änderungen der Comics.
Unter dem englischen Titel "Treehouse of Horror" werden alljährlich seit der zweiten Staffel die Halloween-Sonderepisoden der Serie produziert und ausgestrahlt. Der Name erinnert an die erste Halloween-Folge "Horror frei Haus" (engl.: "Treehouse of Horror"), die aus drei in Barts Baumhaus erzählten Horrorgeschichten besteht. Seitdem tragen alle Sonderepisoden in der Originalfassung diesen Titel. In der deutschen Übersetzung hat jede dieser Folgen einen eigenen Titel.
Oft persiflieren die Folgen berühmte Werke wie Edgar Allan Poes "Der Rabe" oder Stephen Kings "The Shining". Die in den Episoden gezeigten Geschichten haben keinerlei Einfluss auf die Kontinuität der Serie, so dass die Autoren in den Halloween-Folgen Figuren beispielsweise sterben lassen können, die in den regulären Episoden weiterhin zu den Lebenden zählen. In bisher jeder "Treehouse of Horror" hatten die Aliens Kang und Kodos einen Auftritt.
Matt Groening wählte den Namen Springfield für die Stadt, in der die Serie spielt, da er 1989 zu den häufigsten Städtenamen in den USA zählte. Derzeit gibt es eine oder mehrere Städte dieses Namens in 35 Bundesstaaten. Springfield soll den typischen Durchschnitt einer US-amerikanischen Kleinstadt widerspiegeln, weshalb in der Serie verschwiegen wird, in welchem Bundesstaat das Springfield der Serie liegt. Zu den Running Gags gehört auch, dass immer wieder sich widersprechende Andeutungen gemacht werden, wo genau sich der Wohnort der Simpsons befindet.
Die bekannte Titelmelodie zur Serie wurde von Danny Elfman komponiert. Außergewöhnlich ist hierbei die ausschließliche Verwendung der lydischen Skala mit tiefalterierter Septime (im Jazz wegen Letzterer umgangssprachlich "lydisch b7" genannt), deren modalcharakteristisches Intervall die erhöhte IV. Stufe ist. Schon die ersten zwei Noten ("The Simp-") springen direkt vom Grundton zur erhöhten IV. Stufe und bilden damit einen Tritonus (der "Teufel in der Musik"), der mit der dritten Note ("-sons") zur V. Stufe aufgelöst wird.
Auch in der Musik zum Film, komponiert von Hans Zimmer, und der Musik zu "Die Simpsons – Das Spiel" von Christopher Lennertz wird die lydische Skala häufig verwendet und die Titelmelodie wird häufig aufgegriffen.
Produktion, Adaptionen für spezielle Folgen und die restliche Serienmusik stammen von Alf Clausen, zusätzlich wird die Musik von bekannten Musikern und Komponisten, die zumeist auch einen Gastauftritt in der jeweiligen Folge bekleiden, ergänzt.
Deutschsprachig
Die deutschsprachige Synchronisation der Simpsons erfolgte bis zur dritten Staffel durch das Münchner Unternehmen Elan-Film unter der Leitung von Siegfried Rabe für das ZDF, danach wurde die Serie von ProSieben übernommen, die das konzerneigene Synchronstudio BetaTechnik beauftragten und Ivar Combrinck als Dialogbuchautor und Synchronregisseur einsetzten. Weil man die Serie längere Zeit für eine Kindersendung hielt, wurden bis 2001 einige Episoden aus Jugendschutzgründen zensiert oder nur nachts ausgestrahlt. Mittlerweile laufen auch diese Folgen ungeschnitten am Vorabend. Aktuell ist Matthias von Stegmann mit der deutschen Übersetzung beschäftigt.
In den ersten vier bis fünf Staffeln ist der Austausch einiger Synchronsprecher erkennbar, seither ist aber diesbezüglich eine weitgehende Stabilität eingetreten.
Als im Sommer/Herbst 2006 binnen weniger Wochen die Synchronsprecher Elisabeth Volkmann und Ivar Combrinck starben, wechselten bei "Marge Simpson" sowie einigen Nebenfiguren wie "Patty und Selma", "Reverend Lovejoy" und "Tingeltangel-Bob" die deutschen Stimmen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Synchronarbeiten für die 17. Staffel gerade in vollem Gange; die Leitung wurde bis auf weiteres Matthias von Stegmann übertragen. Anke Engelke übernahm die Rolle der Marge, obwohl Angelika Bender bereits einige Folgen als Marge aufgenommen hatte. Bender spricht seit diesem Zeitpunkt nur noch Patty und Selma.
Nachdem am 26. November 2015 "Homer Simpsons" Sprecher Norbert Gastell starb, übernahm ab der 27. Staffel Christoph Jablonka die Rolle.
Ende 2013 starb Reinhard Brock und Anfang 2014 ging Michael Rüth in Ruhestand. Grampa Simpson, Mr. Burns, Barney Gumble und Hans Maulwurf bekamen somit neue deutsche Stimmen. Der Synchronsprecher von Ned Flanders, Ulrich Frank, ging 2016 in Ruhestand. Die Rolle übernahm Claus-Peter Damitz. Im September 2016 starb der Synchronsprecher Donald Arthur, der u.a. Kent Brockman seine Stimme lieh. Die Rolle übernahm William Cohn.
Bei den Gastauftritten von Prominenten wird im Falle von Schauspielern versucht, deren entsprechende deutsche Stimme zu verpflichten. Bei Sängern, wie z. B. Michael Jackson oder Barry White, die sowohl Sprech- als auch Gesangsparts haben, werden die Lieder nach Möglichkeit nicht synchronisiert, bei den Sprechpassagen wird versucht, eine passende Synchronstimme zu finden.
Die beiden US-Synchronsprecher Dan Castellaneta und Julie Kavner belegten im Jahr 2010 die Plätze drei und vier bei den bestbezahlten TV-Serienstars.
S = Staffel
? = unbekannt
Bei der Übersetzung besteht prinzipiell die Problematik und Fragestellung, ob die deutschsprachigen Zuschauer mit bestimmten Anspielungen zu Begriffen und Personen aus der US-amerikanischen Kultur vertraut (genug) sind und z. B. die beabsichtigte Pointe verstehen können. Falls dies nicht angenommen werden kann, wird gelegentlich versucht, den Gag auf im deutschen Sprachraum bekannte Begriffe und Personen zu übertragen. Dies geschieht jedoch tendenziell seltener.
Ein häufiger Kritikpunkt deutschsprachiger Simpsons-Fans ist die Qualität der Übersetzungen. Dabei bestehen die Fehler häufig zum einen in einer wörtlich zwar richtigen Übersetzung, die jedoch im Kontext unsinnig ist, oder aber es werden Begriffe übersetzt, die nur im Englischen beziehungsweise sinngemäß übertragen ihre Bedeutung im Kontext zur US-amerikanischen Popkultur behalten hätten. Das Folgenpaar „Wer erschoss Mr. Burns?“ wird durch eine falsche Übersetzung sogar ad absurdum geführt, da der Dialog, den Mister Burns mit seinem Mörder führt, im ersten Teil in der formellen „Sie“-Form geführt wird, obwohl Mister Burns mit einem Kind spricht.
Die Namen vieler Nebenfiguren stellen Anspielungen auf real existierende Personen dar:
Außerdem beziehen sich einige Namen auf Straßennamen in Matt Groenings Heimatstadt Portland, unter anderem "Flanders", "Kearny", "Jasper", "Quimby" und "Lovejoy" (Asa Lovejoy war der Gründer von Portland).
Der Sender FOX, der in den USA "Die Simpsons" produziert und ausstrahlt, muss Toleranz und Eigenhumor bei der Serie zeigen, da die Macher in den Episoden regelmäßig abwertende oder ironische Bemerkungen gegenüber dem Sender einbauen.
Die Simpsons gehen beispielsweise in ein Internetcafé, wo Homer Aktien einer Firma übers Internet kauft, die sich als der Mutterkonzern (News Corporation) von FOX herausstellt. Erschrocken hämmert Homer auf die Tastatur und brüllt voller Angst: „Abbrechen, abbrechen!“
In einer Folge, die im Jahre 2010 spielt, sind die großen Fernsehsender Amerikas unter ABC zu „CNNBCBS“ fusioniert. FOX ist zu einem Pornokanal geworden.
Auch die pro-republikanische Haltung von FOX wird auf die Schippe genommen. Als in der Folge "Marges alte Freundin" ein mit „BUSH CHENEY 2004“ bedruckter LKW von Fox News vorfährt, unterbricht Kanal-6-Reporter Kent Brockman seine Ansage und "We Are The Champions" von Queen erklingt.
Sogar der Besitzer von FOX, Rupert Murdoch, wurde nicht geschont. In der Super-Bowl-Episode bezeichnet er sich selbst als „milliardenschweren Despoten“.
Besonderes Aufsehen erregte im Oktober 2003 Matt Groenings Aussage (in einem Interview mit dem Radiosender NPR), dass die FOX-Tochterfirma Fox News Channel wegen der am 9. März 2003 erstmals in den USA ausgestrahlten Episode "Krusty im Kongress" mit einer Klage gedroht habe. In dieser Folge gibt es eine Szene, in der die Simpsons den Fox News Channel im Fernsehen sehen. Während der Moderator Nachrichten kommentiert, laufen Meldungen im Live-Ticker durch das Bild. Dort sind unter anderem folgende Informationen zu lesen:
Zu diesen Aufmachern kam noch die Tatsache, dass das Hintergrundbild, das zu sehen war, dem des echten FOX-Nachrichtenkanals stark ähnelte. Anspielungen auf den Sender finden sich in vielen weiteren Episoden.
2011 gab es einen Streit zwischen FOX und den Synchronsprechern der Simpsons, da der Sender deren Gage um 45 % kürzen wollte. In diesem Zusammenhang wurde von einer möglichen Absetzung der Serie berichtet. Kurz darauf kam es zu einem Kompromiss, der die Produktion von zwei weiteren Staffeln sicherte.
Die von Matt Groening, Bill Morrison, Cindy und Steve Vance gegründete Bongo Comics Group bringt seit 1993 die Simpsons Comics und Nebenserien heraus, die vom Panini Verlag (früher: Dino-Verlag) übersetzt und im deutschsprachigen Raum vertrieben werden.
Seit dem Start der Serie sind 22 Videospiele für verschiedene Systeme erschienen.
2001 kam im Dino-Verlag das "The-Simpsons"-Sammelkartenspiel (STCG) heraus. Die Erfinder waren Sebastian Jakob und Michael Palm. Anfangs gab es ein Starter-Set (mit den "Bart--Lisa"-Decks) und drei Charakterdecks ("Homer, Mr. Burns, Ned Flanders"). Wie in jedem Sammelkartenspiel konnte man sich Booster kaufen, um sein Deck zu verbessern. Zu dieser Zeit gab es schon Planungen für das Krusty-Deck, das im Mai 2002 erschien. Oktober 2002 folgte das Halloween-Deck, mit den Figuren Kang und Kodos. Im Juni 2004 kam die wahrscheinlich letzte Erweiterung "Extreme Sports" heraus. Diese bestand nur aus Boostern.
Bis Dezember 2004 gab es einen Ligaapparat, der jedoch komplett zum Erliegen kam. Bisher gab es drei deutsche Meisterschaften.
2004 brachte "Wizards of the Coast" ebenfalls ein Sammelkartenspiel zum Thema "Die Simpsons" heraus. Anders als beim STCG gehören der Zielgruppe eher jüngere Spieler an.
Im Sommer 2005 wurde von Bongo Comics und Panini Simpsons-Sammelkarten herausgebracht. Sie wurden erstmals mit den Simpsons-Comics vertrieben.
Es gibt zwei verschiedene lizenzierte Modelle von Flipperautomaten zum Thema "Die Simpsons". Zum einen den bereits 1990 veröffentlichten "The Simpsons" von Data East und den 2003 von Stern veröffentlichten "The Simpsons Pinball Party".
2005 wurde die Serie unter dem Namen "„Al Shamshoon“" auch in die arabische Welt verkauft, allerdings gab es einige Anpassungen gegenüber dem Original. So heißt Homer "Omar", Bart "Badr" und Springfield wird zu "Rabeea" (das arabische Wort für Frühling, engl. Spring). Den Regeln des Koran folgend werden Szenen mit Duff-Bier oder Schweinefleisch für die arabische Version herausgeschnitten und die Folgen entsprechend verändert. „Moes Taverne“ existiert in der arabischen Version gar nicht. Durch diese Änderungen verliert die Serie jedoch laut Aussagen von arabischen Fans viel von ihrem Biss.
Eine erste „Staffel“ von 52 adaptierten Episoden wurde für den Sender "Middle East Broadcasting Center" (MBC) vorbereitet. Der Start erfolgte im Oktober 2005 zu Beginn des Fastenmonats Ramadan, da während dieser Zeit besonders viel ferngesehen wird. Die Serie war jedoch kein Quotenerfolg, so dass lediglich 34 der 52 Episoden ausgestrahlt wurden.
Seit Februar 2012 wird von Electronic Arts die Smartphone- und Touchpad-Applikation "The Simpsons: Tapped Out" (deutsch: "Die Simpsons: Springfield") als Anwendung bereitgestellt. Zunächst war die App nur für Geräte des Betriebssystems Apple iOS verfügbar, seit Januar 2013 jedoch auch für Android. Sowohl Zeichnungen als auch Dialoge aus dem Spiel stammen von den Schreibern der Serie.
Der Inhalt des Spiels ist sehr einfach konzipiert, orientiert sich aber an bekannten Handlungen aus den Serien. Durch Unachtsamkeit verursacht Homer Simpson zunächst eine Kernschmelze, die die gesamte Stadt zerstört. Die Aufgabe des Spielers ist es, die Stadt entsprechend der Geschichte einer vorgegebenen Storyline wiederaufzubauen. Figuren, Gebäude oder Dekorationen können mit dem während des Spiels verdienten Spielgeld freigeschaltet werden, zum Teil aber auch mit der Ingame-Währung "Donuts", die wiederum für Echtgeld erworben werden kann. Einzig Straßen, Gehwege und Flüsse sind kostenlos. Bislang wurden fast 210 Figuren aus den Simpsons-Folgen freigeschaltet; viele erhalten zudem Kostüme mit eigenen Storylines. Jeder Charakter hat seine eigenen Aufgaben, die den Serien nachempfunden sind. Durch Erledigung dieser Aufgaben lässt sich zum einen Spielgeld erwerben, zum anderen auch Erfahrungspunkte (XP), die wiederum zum Level-Aufstieg verhelfen. Beides lässt sich auch durch die Errichtung von Gebäuden erwerben, darüber hinaus erhält man für jede besuchte Stadt täglich 25 XP.
Bis Juli 2015 sind 54 Level sowie in unregelmäßigen Abständen etwa 30 themenorientierte und zeitlich befristete Updates erschienen. Letztere umfassen einerseits reale Events wie Weihnachten oder den amerikanischen Unabhängigkeitstag, andererseits aber auch interne Ereignisse wie Treehouse of Horror oder "Clash of Clones" (Anspielung auf das Strategiespiel Clash of Clans).
In den themenorientierten Updates werden für einen befristeten Zeitraum Charaktere, Gebäude und Dekorationen bereitgestellt, die gegen Ingame-Währung erworben werden können. Darüber hinaus kann man durch Besuche der Städte von Freunden eine zeitlich befristet verfügbare „themenorientierte Währung“ erhalten (bisher u. a. Schlangeneier, Herzen oder Geschenkkarten) und auf diesem Wege Sonderpreise freischalten. Ab Ende 2013 gab es auch Gemeinschaftsprojekte, in denen alle aktiven Spieler weltweit zusammen eine bestimmte Anzahl dieser Spezialwährung sammeln mussten, um Charaktere oder Gebäude freizuhalten. Später etablierte sich auch, ein Event in Phasen mit verschiedenen Aktivitäten, Währungen und Preisen zu unterteilen.
Die Serie wurde von vielen Journalisten, Wissenschaftlern, Fernsehproduzenten positiv bis hervorragend bewertet und ist auch beim Publikum erfolgreich. Sie hat mehrere Fernsehpreise (→ Auszeichnungen) gewonnen, es gab allerdings auch einige Kontroversen zu den Simpsons.
Gelobt wurden die Simpsons für mehrere Aspekte, die zusammengenommen die Qualität der Sendung ausmachen: Vielfach Anerkennung fand die hintergründige kritische Kommentierung sozialer, politischer und gesellschaftlicher Phänomene durch die Simpsons. Kritik an Umweltzerstörung, dem Bildungssystem, den Medien, religiöser Doppelmoral oder patriarchalen Familienverhältnissen gehören zu wiederkehrenden gesellschaftskritischen Themen der Sendung. Typisch ist dabei, dass die Sendung hier nicht moralisierend vorgeht, sondern subversiv: durch überspitztes, satirisches Überzeichnen bestimmter Verhaltensweisen, beispielsweise dem sorglosen Umgang der Mitarbeiter des Kernkraftwerkes mit radioaktivem Material, werden Botschaften vermittelt. Die Figuren sind dabei, für einen Cartoon bis dato ungewöhnlich, sehr menschlich und mehrdimensional angelegt, so dass über eine Identifikation mit ihnen auch eigenes Verhalten reflektiert werden kann. Gesellschaftskritik kann aber auch subtiler formuliert sein, wie in der Eingangssequenz, wo Maggie versehentlich über den Barcodeleser gezogen wird und der Preis $ 847.63 erscheint; der Betrag, den es statistisch kosten soll, ein Baby in den USA einen Monat lang großzuziehen. Diese verschiedenen Subtilitätsebenen des Humors machen es für den Zuschauer lohnend, genau aufzupassen, und ermöglichen es der Serie, verschiedenes Publikum anzusprechen. Weiterhin wird die Sendung für ihre vielfältigen popkulturellen Referenzen gelobt, eine Eigenschaft, die auch als Intertextualität bezeichnet werden kann. Weitere positiv bewertete Elemente sind das „Gedächtnis“ der Serie, das Zurückverweisen auf Ereignisse vergangener Episoden. Ebenso ist die Serie auch immer wieder selbstreferenziell, etwa wenn Homer äußert, dass Cartoons keinen tieferen Sinn hätten. Die Serie gilt als innovativ, da sie verschiedene Genres mischt, wie Drama, Mystery, Action, Liebesgeschichte und Musicals. Von der Grundstruktur kann sie dabei als eine Sitcom verstanden werden, die allerdings geschickt übliche Rollenverteilungen aufhebt, wie sie z. B. in der "Bill Cosby Show" vorherrschen, mit der sie zu Beginn im amerikanischen Fernsehen konkurrierte.
Da die Serie einen ganzen sozialen Mikrokosmos reproduziert, wurde auch vorgeschlagen, sie als Lehrmittel in der Soziologie oder der Politischen Theorie einzusetzen. Auch philosophische und psychologische Fragen werden anhand der Simpsons reflektiert und erklärt. Aufgrund der oftmals sehr subtilen Verwendung naturwissenschaftlicher Witze führte das Nature Magazine 2007 ein Interview mit Executive Producer Al Jean.
Kritisiert wurde die Serie in den USA insbesondere von konservativer Seite für das von ihr repräsentierte Familienmodell. Anders als in sonstigen Familienserien, wo die Probleme am Ende durch weisen elterlichen Rat gelöst werden (z. B. Father Knows Best), tauge die Familie nicht als Vorbild. Die Figur des Bart Simpson wurde von Lehrern wegen seiner Haltung „underachiever and proud of it“ (etwa: „leistungsschwach und stolz darauf“) kritisiert. Der republikanische Politiker Joseph R. Pitts machte die Figur des Homer Simpson für den Niedergang der amerikanischen Vaterrolle mitverantwortlich. US-Präsident George Bush mahnte 1992, die amerikanische Nation solle „mehr wie die "Waltons" und weniger wie die "Simpsons"“ sein. Die Atomkraftindustrie kritisierte die Serie für die Darstellung der Kernkraftwerke. Zudem wurde kritisiert, dass die Familie ohne Gurt Auto fährt. Dies wurde inzwischen jedoch geändert.
Auch im Ausland wurde die Serie zum Teil stark kritisiert: Der russische Anwalt Igor Smykow klagte vor Gericht gegen den russischen Sender Ren TV wegen der Ausstrahlung der Simpsons mit der Begründung, die Serie verderbe seine Kinder sittlich, und verlangte vergeblich Entschädigung. Die nationalistisch-populistische russische Partei LDPR hat vergeblich versucht, die Sendung vom Kulturministerium verbieten zu lassen. Im Jahr 2008 kam es erneut zu einem gescheiterten Versuch verschiedene Serien aus dem Kanal 2x2, darunter auch die Simpsons, zu verbannen.
In der Folge "Am Anfang war die Schreiraupe", die vom Schweizer Fernsehsender SRF zwei im Vorabendprogramm gezeigt wurde, war im Handlungsverlauf ein vorgetäuschter Einbruch und Mord zu sehen. Homer Simpson wurde als vermeintlicher Täter zum Tode verurteilt. Die Vorbereitungen zur Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl, durch Anbringen der Elektroden an Homers Kopf, wurde vor den Augen seiner Kinder vorgenommen. Eine Zuschauerin hatte den Sender daraufhin mündlich aufgefordert die Sendung einzustellen oder auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Erst nach Hinzuziehung eines Ombudsmanns lenkte der Sender ein. Die Sendung wird seitdem mit einem Warnhinweis für Minderjährige ausgestrahlt. 
Im Iran wurde die Serie im Februar 2012 verboten. In Ecuador und Venezuela wurde die Ausstrahlung mit der Begründung des Jugendschutzes eingeschränkt.
Da in der Halloween-Episode "Spider-Killer-Avatar-Man" der Teufel Gott befiehlt, ihm einen Kaffee zu kochen, löste dies in der Türkei Empörung aus. Der türkische Sender CNBC-e musste wegen der Folge aufgrund von Blasphemie eine Geldstrafe von 23.000 Euro zahlen.
2004 wurde von den Produzenten der Simpsons ein Kinofilm angekündigt. Als Termin wurde zunächst Sommer 2008 genannt und von 20th Century Fox am 6. Juni 2005 bestätigt. Ende März 2006 überraschte 20th Century Fox aber die Simpsons-Fans, als vor dem Kinofilm "Ice Age 2 – Jetzt taut’s" ein 25-sekündiger Teaser gezeigt wurde, in dem "The Simpsons Movie" für den 27. Juli 2007 angekündigt wurde. In der Zwischenzeit waren insgesamt vier Trailer hinzugekommen. Am 19. März 2007 lief eine längere Vorschau während eines Simpsons-Marathons auf ProSieben. Erscheinungsdatum des Films in Deutschland war der 26. Juli 2007, zwei Tage davor lief die Vorpremiere in Zürich.
Im Jahr 2012 erschien der Kurzfilm "Der längste Kita-Tag" als Vorfilm zu "Ice Age 4 – Voll verschoben".
Der US-amerikanische Historiker Ben Schmidt erstellte 2014 eine Software, mit der der Text aller Simpsons-Folgen (soweit zugänglich) nach dem Vorkommen einzelner Wörter durchsucht werden kann. Solche Statistiken bilden nach Schmidt den sprachlichen und auch den geistigen Wandel der Gesellschaft ab.
1997 wurde als gemeinsamer Marketing-Gag von FOX und Pepsi das Haus der Simpsons real nachgebaut und im Zuge eines Gewinnspiels, bei dem man in verschiedenen Pepsi-Produkten enthaltene Gewinnscheine einsenden musste, verlost. Das Haus wurde dem Original aus der Serie möglichst detailgetreu nachempfunden, inklusive der Wandfarben und der Einrichtung, lediglich der Maßstab wurde kleiner gewählt, ausgehend von der Gleichsetzung der Größe Homers mit der eines durchschnittlichen Erwachsenen. Mittlerweile wurde das Haus aber neu gestrichen und fungiert nicht mehr als Touristenattraktion.
Der "Simpsons Ride" ist eine IMAX-Simulatorfahrt und wurde in den Freizeitparks Universal Studios Florida am 15. Mai 2008 und Universal Studios Hollywood am 19. Mai 2008 offiziell eröffnet. In beiden Fällen ersetzt "The Simpsons Ride" die über 15 Jahre alte Simulatorfahrt "Back To The Future: The Ride" (Zurück in die Zukunft), die mit Hilfe hydraulisch bewegter Wagen und einem IMAX-Rundkino die Besucher empfing. Die neue Simpsons-Fahrt zeigt im Gegensatz zu der alten Attraktion eine moderne computergenerierte 3D-Animation, deren Wagen durch neue hydraulische Antriebe eine deutliche Verbesserung darstellen. Die Fahrt selbst dauert etwa sechs Minuten.
Die Besucher werden in der Warteschlange der Attraktion in einen fiktiven Zeichentrick-Freizeitpark namens "Krustyland" eingeführt, der von Krusty, dem Clown, errichtet worden sein soll. Die Vorzüge des Freizeitparks werden auf typischer Simpsons-Art ironisch den Besuchern der Attraktion, die ja selbst in einem Freizeitpark sind, dargelegt. In der Warteschlange wird auch ein Cameo-Auftritt von Doc Brown aus "Zurück in die Zukunft" in Gedenken an die ersetzte Attraktion gezeigt.
Die eigentliche Fahrt wird von Krusty vor Betreten der Pre-Show auf Monitoren als Superachterbahn namens "Thrilltacular" vorgestellt. Neben den Besuchern möchte auch die Simpsons-Familie mitfahren. In der Pre-Show, die auf Monitoren vor dem Betreten der eigentlichen Fahrt gezeigt wird, wird den Besuchern von Krusty mitgeteilt, dass Personen mit körperlichen Beschwerden und unter einer Mindestgröße nicht mitfahren dürfen. Somit bleiben Grandpa Simpson und die kleine Maggie zurück, während sich der Rest der Simpsons-Familie auf das Einsteigen vorbereitet. Währenddessen tritt Sideshow Bob auf, der aus dem Gefängnis ausgebrochen ist. Er will Rache an Krusty nehmen und manipuliert die Fahrt "Thrilltacular". Nach einem weiteren Sicherheitsvideo – diesmal präsentiert von Itchy und Scratchy – dürfen die Besucher in einen von 24 Wagen mit zwei Reihen à vier Sitzen einsteigen, danach beginnt die "Thrilltacular"-Fahrt. Abschluss der Fahrt ist wiederum eine selbstironische Anspielung auf die (Un-) Sitte, dass der Ausgang aller Freizeitparkattraktionen durch ein Geschäft führt ("Each ride must end in a gift shop").
Die Fahrt zeigt mehr als 24 Figuren aus der Fernsehsendung. Die Synchronisation der Figuren erfolgt in allen Fällen durch die originalen amerikanischen Sprecher. Im Ausgangsbereich befindet sich ein Shop, der dem Kwik-E-Mart nachempfunden ist. Hier werden vor allem Simpsons-Merchandise-Produkte angeboten.
Im August 2013 wurde ebenfalls im Universal Orlando Resort ein Nachbau der Stadt Springfield eröffnet. Der Straßenzug wurde um "The Simpsons Ride" herum gebaut.
Um den 20. Geburtstag der Sendung zu feiern, stellte der United States Postal Service eine Reihe von fünf 44-Cent-Briefmarken mit Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie her. Von den Briefmarken, die von Matt Groening entworfen wurden, wurden etwa eine Milliarde gedruckt; sie wurden am 7. Mai 2009 veröffentlicht. "Die Simpsons" ist damit die erste noch in Produktion befindliche Fernsehserie, die diese Anerkennung erhielt. Der Verkauf der Briefmarken lief nicht so erfolgreich, wie anfangs geplant: Es wurden nur knapp 318 Millionen Marken verkauft; der Rest musste vernichtet werden, als die Briefmarken ungültig wurden.
Darüber hinaus gab es noch weitere Briefmarken der Simpsons im Ausland. Diese wurden meist illegal gedruckt. Unter anderem in Mauretanien, Kirgisistan und der Demokratischen Republik Kongo.
In der am 16. Oktober 2009 erschienenen Novemberausgabe des US-"Playboys" ist Marge Simpson in einem dreiseitigen Beitrag in Dessous zu sehen. Ebenso ziert sie das Titelbild sowie den zweiseitigen Ausfalter in der Mitte der Zeitschrift. Die Abonnenten des Magazins erhielten eine Ausgabe mit einem „normalen“ Model.
Mit dem Ende der 22. Staffel wurde in der letzten Episode offen gelassen, ob Ned Flanders und Edna Krabappel ein Paar bleiben. Die amerikanischen Zuschauer hatten bis zum Beginn der nächsten Staffel die Möglichkeit, im Internet für "Nedna" oder dagegen zu stimmen. Mit dem Beginn der 23. Staffel wurde bekannt, dass die Zuschauer sich dazu entschieden hatten, dass Ned Flanders und Edna Krabappel weiterhin ein Paar sein sollen.
In der Episode "Barts Blick in die Zukunft", die erstmals im Jahr 2000 ausgestrahlt wurde und im Jahr 2030 spielt, ist Lisa Simpson Präsidentin der Vereinigten Staaten. Ihre erste Amtshandlung besteht darin, dass Haushaltsdefizit, welches Präsident Trump ihr hinterlassen hat, zu reduzieren. Tatsächlich wurde im November 2016 der Multimilliardär und Unternehmer Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt.
In den USA wird derzeit die 27. Staffel ausgestrahlt, somit wurden bisher über 550 Folgen der Simpsons gezeigt. Premiere hatte die Sendung am 17. Dezember 1989 auf FOX, in Deutschland fand die Premiere am 13. September 1991 im ZDF statt. Mit Anlaufen der vierten Staffel im April 1994 übernahm ProSieben die Ausstrahlung der Simpsons und führt diese seitdem fort. In Deutschland wurden bislang 26 Staffeln ausgestrahlt. In den USA wurde am 16. Februar 2009 die zehnte Episode der 20. Staffel erstmals in HDTV ausgestrahlt.
Weitere DVD-Veröffentlichungen der Serie sind laut Fox vorerst nicht mehr geplant, weil man sie in Zukunft nur noch über Dienste wie Video-on-Demand vertreiben möchte.
Die Serie "Die Simpsons" erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so wurde sie z. B. am 14. Januar 2000 mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt.