ABBA

ABBA war eine schwedische Popgruppe. Sie bestand aus den beiden Paaren Agnetha Fältskog (* 1950) und Björn Ulvaeus (* 1945) sowie Benny Andersson (* 1946) und Anni-Frid Lyngstad (* 1945) und formierte sich 1972. Ihren internationalen Durchbruch hatte sie beim Eurovision Song Contest 1974 mit dem Sieg ihres Titels "Waterloo". In den darauffolgenden Jahren war die Gruppe insbesondere in Europa und Australien sowie später auch in Lateinamerika und Japan äußerst populär, während ihr Erfolg in den USA deutlich geringer ausfiel. Vor allem in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre galt ABBA wegen der aufwändigen und ausgefeilten Musikproduktionen als Mitbegründer einer neuen internationalen Popmusik. 1982 beendeten die Gruppenmitglieder ihre musikalische Zusammenarbeit aufgrund privater Differenzen.
ABBA zählte bereits zur aktiven Zeit zu den kommerziell erfolgreichsten Musikkünstlern weltweit. Aber auch mehr als 30 Jahre nach ihrer Trennung – ohne weitere Auftritte und neue Songs – hat die Musik immer noch eine hohe Popularität. So werden die Songs kontinuierlich in unterschiedlichsten Interpretationen und Coverversionen produziert und meistens sehr erfolgreich vermarktet. Charakteristisch für ABBA waren u. a. ihre ausgefallenen bunt-poppigen Kostüme, die die Musiker bei ihren Auftritten und in den Musikvideos trugen. Während Ulvaeus und Andersson hauptsächlich für die Texte und Kompositionen der Songs verantwortlich waren, wurden Fältskog und Lyngstad vorwiegend als Leadsängerinnen eingesetzt. Zu den bekanntesten Liedern der Band zählen beispielsweise "Mamma Mia", "Dancing Queen" und "The Winner Takes It All".
Heute gehört ABBA laut Universal Music mit über 380 Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte. Das 1992 veröffentlichte Best-of-Album "ABBA Gold" zählt mit über 28 Millionen verkauften Exemplaren zu den weltweit erfolgreichsten Alben und trug maßgeblich zum ABBA-Revival in den 1990ern bei. 1999 hatte das auf ABBA-Songs basierende Musical "Mamma Mia!" in London Premiere und ist heute mit mehr als 40 Millionen Zusehern eines der erfolgreichsten Musicals der Welt. Die Verfilmung von "Mamma Mia!" aus dem Jahr 2008 wurde darüber hinaus zur erfolgreichsten Musicalverfilmung. Seit 2013 gibt es außerdem ein eigenes ABBA-Museum in Stockholm.
Bereits im Juni 1966 lernte Björn Ulvaeus, der zu dieser Zeit als Mitglied der Hootenanny Singers in den schwedischen Folkparks Erfolg hatte, den Musiker Benny Andersson kennen, der Pianist bei den landesweit erfolgreichen Hep Stars war. Schon bei ihrem zweiten Treffen drei Wochen später schrieben sie nach einer Party noch in der Nacht in einem improvisierten Musikraum in Ulvaeus’ Elternhaus ihr erstes gemeinsames Stück "Isn’t It Easy to Say", das später von den Hep Stars veröffentlicht wurde. Die in Norwegen geborene Anni-Frid Lyngstad (Frida) gewann 1967 einen nationalen Talentwettbewerb und wurde in den kommenden Jahren ebenfalls eine bekannte, wenn auch weniger erfolgreiche Jazz- und Folk-Sängerin. Agnetha Fältskog, die in ihrer Solokarriere vor allem schwedische Schlagermusik machte, hatte 1968 ihren nationalen Durchbruch als Sängerin und Komponistin. Fältskog und Ulvaeus trafen sich bereits im selben Jahr mehrmals auf Tourneen.
1969 produzierten Andersson und Ulvaeus zusammen u. a. für die Künstlerin Brita Borg den Song "Ljuva Sextital" („Die guten, alten Sechziger“) sowie einen Teil des Soundtracks für den schwedischen Film "Inga II" und traten nebenbei mehrfach mit dem schwedischen Gesangsduo Svenne  Lotta auf. Lyngstad erreichte im März 1969 beim schwedischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest mit dem Lied "Härlig Är Vår Jord" („Unsere Welt ist herrlich“) den 4. Platz, während Andersson bei dieser Vorentscheidung als Komponist antrat. Im Rahmen der Veranstaltung lernten sich Lyngstad und Andersson kennen und begannen kurz darauf eine Liebesbeziehung. Im Mai 1969 wirkten Ulvaeus und Fältskog zufällig gemeinsam in einer Fernsehsendung mit und begannen folgend ebenfalls eine Beziehung. Zur selben Zeit verließ Andersson die Hep Stars und verlobte sich im August 1969 mit Lyngstad, die kurz darauf unter seiner Produktion die Single "Peter Pan" aufnahm.
1970 wurde "She’s My Kind of Girl" als erste gemeinsame Single von Andersson und Ulvaeus veröffentlicht. Im April 1970 verlobten sich auch Fältskog und Ulvaeus. Nebenbei wirkte Ulvaeus bei Fältskogs Soloalbum "Som jag är" mit, während Andersson als Produzent von Lyngstads Debütalbum "Frida" fungierte. Etwa zur selben Zeit nahmen Andersson und Ulvaeus bei Stig Andersons Plattenfirma Polar Music ihr erstes gemeinsames Album mit dem Titel "Lycka" („Glück“) auf. Unterstützt wurden sie bei einigen Titeln bereits von Fältskog und Lyngstad, die verschiedene Backing Vocals sangen. So gilt der schwedische Song "Hej Gamle Man" („Hallo, alter Mann“) als erstes Musikstück, in dem alle vier Mitglieder von ABBA zu hören sind. Auf dessen Single-Cover sowie auf dem Album "Lycka" sind aber nur „Björn Ulvaeus  Benny Andersson“ genannt. Mit dieser LP-Produktion begann überdies die Zusammenarbeit mit dem Toningenieur Michael B. Tretow, der später maßgeblich an der Soundentwicklung von ABBA beteiligt war.
Neben den Aufnahmen inszenierten die vier Musiker im selben Jahr die Show „Festfolk“ (gleichermaßen „Partyleute“ und „Verlobte“) und traten am 1. November 1970 in Göteborg zum ersten Mal als Gruppe auf. Einen ihrer ersten gemeinsamen Fernsehauftritte hatten die vier Schweden im Dezember 1970 unter der Bandbezeichnung „Festfolket“ in einer Western-Nostalgierevue, wo sie den US-amerikanischen Liedklassiker "California, Here I Come" in Western-Kostümen präsentierten. Ihr Gruppenerfolg blieb zu diesem Zeitpunkt allerdings noch weitgehend aus. Fältskog und Ulvaeus heirateten am 6. Juli 1971 im südschwedischen Verum. 1972 übernahm Fältskog in Göteborg die Rolle der Maria Magdalena in der schwedischen Version des Musicals Jesus Christ Superstar.
Die Singles von Andersson und Ulvaeus wurden bis auf "Hej Gamle Man" keine Hits in Schweden. Doch 1972 wurde "She’s My Kind of Girl" in Japan veröffentlicht und gelangte auf Platz 7 der dortigen Verkaufscharts sowie an die Spitze einiger anderer Hitparaden. Die Tatsache, dass eines ihrer englischen Lieder in einem anderen Land Erfolg hatte, war für die beiden Musiker ein Grund dafür, von da an mehr auf englische Popsongs zu setzen. Durch die Erkenntnis, dass die Stimmen von Fältskog und Lyngstad auf einigen ihrer früheren Stücke gut mit ihren eigenen harmonierten, wollten Andersson und Ulvaeus ihre Lebensgefährtinnen auch in kommende Produktionen mit einbeziehen. Der Titel des ersten Liedes, das die vier Musiker im März 1972 als Gruppe aufnahmen, war "People Need Love". Dabei sahen sie sich allerdings nicht als „feste“ Gruppe, denn alle Beteiligten waren parallel mit eigenen Produktionen beschäftigt.
"People Need Love" wurde im Juni 1972 veröffentlicht, wobei auf dem Cover anstatt eines Bandnamens lediglich ihre Vornamen „Björn  Benny, Agnetha  Anni-Frid“ aufgezählt wurden. Die Single erreichte Platz 17 der kombinierten schwedischen Single- und Album-Verkaufscharts und Platz 3 in der „Tio i Topp“- Hitparade. Diesen verhältnismäßig großen Erfolg nahmen die vier Künstler zum Anlass, auch ein gemeinsames Album aufzunehmen. Zwischen Herbst 1972 und Frühling 1973 wurde "Ring Ring" produziert, dessen erste Single "He Is Your Brother" im November 1972 erschien. Um auf dem deutschen Markt höhere Verkaufszahlen zu erreichen, nahmen sie – wie zu dieser Zeit bei vielen internationalen Künstlern üblich – ihre schwedischen Lieder "Hej Gamle Man" und "Livet går sin gång" "(Was die Liebe sagt)" sowie die englischsprachigen Songs "Ring Ring" und "Another Town, Another Train" "(Wer im Wartesaal der Liebe steht)" auch mit deutschen Texten auf.
Im Februar 1973 traten die vier Musiker mit dem Lied "Ring Ring" – Fältskog war zu dieser Zeit im neunten Monat schwanger – als „Publikumsfavorit“ zum schwedischen Vorentscheid des Eurovision Song Contest an, wurden aber von der Experten-Jury auf den 3. Platz verwiesen. Nur wenige Tage später wurde "Ring Ring" jeweils auf schwedisch und englisch als Single herausgegeben. Als am 26. März 1973 auch das Album erschien, waren die zwei Singles insgesamt bereits rund 100.000 Mal verkauft worden. Sie belegten gemeinsam mit dem Album die ersten drei Plätze der schwedischen Verkaufscharts. "Ring Ring" wurde in 15 Ländern veröffentlicht und erreichte auch in Dänemark und Belgien Platz 1 der Singlecharts. Aufgrund des anhaltenden Gruppenerfolges in Skandinavien planten die vier Musiker und ihr nunmehriger Manager Stig Anderson eine erneute Teilnahme an den Melodifestivalen im folgenden Jahr.
Im September 1973 begannen die vier Künstler mit den Aufnahmen für ihr zweites Album, nachdem kurz davor im Sommer ihr neuer Bandname „ABBA“ beschlossen worden war. Zur selben Zeit wurden sie erneut eingeladen, einen Beitrag für den schwedischen Vorentscheid des Eurovision Song Contests im kommenden Jahr zu schreiben. Im Winter 1973/74 entstand so der Titel "Waterloo". Ursprünglich fasste die Gruppe auch das Lied "Hasta Mañana" ins Auge. Diese Ballade war dem Stil der Siegertitel aus den Vorjahren recht ähnlich, sodass sich ABBA und ihr Manager damit große Gewinnchancen erhofften. Letztendlich entschieden sie sich aber doch für "Waterloo", weil es gerade durch seinen neuartigen und innovativen Stil aus dem Balladenschema ausbrach. Zudem sang Fältskog in "Hasta Mañana" allein die Lead Vocals, während "Waterloo" ein Duett beider Sängerinnen darstellt und somit ihr Image als Gruppe bestärkte.
Mit "Waterloo" setzte sich die Gruppe im Februar 1974 zunächst bei den Melodifestivalen durch. Am 4. März 1974 wurde sowohl das neue Album, das ebenfalls den Titel "Waterloo" trug, als auch die Single veröffentlicht. Um sicherzugehen, dass die Band unter ihrem neuen Namen nicht verwechselt werden konnte, wurden ihre Vornamen ("Björn, Benny, Agnetha  Frida") in Klammern hinter ihren neuen Namen ABBA gesetzt. Die LP erreichte schnell die Spitze der schwedischen Hitparade und brach den Verkaufsrekord, während die Singles (auf Englisch und Schwedisch) in den kombinierten Single- und Album-Verkaufscharts Platz 2 und 3 belegten. Stig Anderson reiste schon im Vorfeld des Song Contests durch mehrere europäische Länder, um die Single zu platzieren.
Am 6. April 1974 trat ABBA bei der Austragung des „Grand-Prix“-Finales im englischen Brighton an. Nach einem für den Wettbewerb bis dahin musikalisch eher untypischen, aber sehr effektvoll inszenierten Auftritt dominierte ABBA die Punktewertung und belegte unter den 17 teilnehmenden Ländern schließlich mit deutlichem Vorsprung den 1. Platz. Dieser Sieg war der Beginn ihrer internationalen Karriere. Die Single "Waterloo" wurde in 54 Ländern veröffentlicht und erreichte in vielen davon vordere Plätze in den Hitparaden. Sie verkaufte sich über 5 Millionen Mal und wurde sogar in den USA zum Top-Ten-Hit. Nach diesem Erfolg veröffentlichte ABBA in einigen Ländern auch das Album "Waterloo", das sich allerdings bis auf wenige Ausnahmen nicht besonders erfolgreich in den Charts platzieren konnte.
Die ebenfalls im April 1974 veröffentlichte Single "Honey, Honey" war nur noch in Deutschland, Österreich und der Schweiz erfolgreich. Im Sommer 1974 war Aufnahmebeginn für ein nächstes Gruppenalbum, aus dem schon im November die erste Single "So Long" ausgekoppelt wurde. Zur selben Zeit startete ABBA mit ihrer ersten größeren Europatournee, bei der die Gruppe unter anderem in sieben deutschen Städten gastierte. Die Begeisterung beim Publikum war allerdings zurückhaltend, und der erhoffte Erfolg außerhalb Skandinaviens blieb zunächst noch weitgehend aus. Keines der Konzerte war ausverkauft, in der Wiener Stadthalle war beispielsweise weniger als ein Viertel der vorhandenen Plätze belegt. Das Konzert in Düsseldorf sowie das einzige in der Schweiz angesetzte Konzert wurden wegen des schwachen Vorverkaufs sogar abgesagt.
In Schweden war ABBA weiterhin sehr populär. Auch die Konzerte auf ihrer Tournee durch Skandinavien im Januar 1975 waren alle ausverkauft. Auf der anderen Seite begann die heimische Presse jedoch zunehmend, eine kritische Haltung gegenüber der aufstrebenden Popgruppe einzunehmen, da deren Meinung nach die Gruppe „zu kommerziell“ und die Musik „zu oberflächlich und unkritisch“ war. Nach wie vor arbeitete keiner der Künstler ausschließlich in diesem Gruppenverband, sondern jeder hielt sich zunächst weitere Optionen für seine eigene Karriere offen. So veröffentlichten Fältskog und Lyngstad 1975 jeweils ein schwedisches Soloalbum; außerdem wirkte Lyngstad als Hintergrundsängerin bei der Produktion des Songs "Moviestar" von Harpo mit.
Die dritte Gruppen-LP mit dem schlichten Titel "ABBA" erschien am 21. April 1975. Bis Jahresende wurden in Schweden 450.000 Exemplare verkauft, mehr als von jedem anderen Album zu dieser Zeit. Außerhalb Skandinaviens war es jedoch ein Ladenhüter und es schien, als sei die internationale Karriere von ABBA schnell wieder beendet. Nur die zeitgleich veröffentlichte Single "I Do, I Do, I Do, I Do, I Do" gelangte in Australien und in der Schweiz auf Platz 1 der Hitparade. Auf dem für Popgruppen sehr wichtigen und einflussreichen britischen Markt stießen jedoch weder die Singles noch das neue Album auf große Resonanz, da die Gewinner des „Grand Prix“ dort als One-Hit-Wonder galten. Auf ihrer Folkpark-Tournee durch Schweden im Sommer 1975 hatte ABBA hingegen eine Vielzahl von Zusehern und stellte beispielsweise im Stockholmer Vergnügungspark Gröna Lund mit über 19.000 Zuschauern einen Besucherrekord auf. Parallel dazu erschien "SOS" als dritte Single aus dem Album. Dieser neuartige Poptitel erreichte unter anderem Platz 6 der britischen Charts sowie Platz 1 in Deutschland und war sowohl vom Arrangement als auch von der Soundqualität für ABBA nun richtungweisend für ihre weiteren Songproduktionen.
Neben den Fernsehauftritten, mit denen die Gruppe stets für ihre neuen Alben und Singles warb, wurden zu vier Liedern aus dem Album "ABBA" Musikvideos gedreht, die das australische Fernsehen im Spätsommer 1975 in der Musiksendung "Count Down" ausstrahlte. Darunter weckte vor allem "Mamma Mia" die Begeisterung der Zuseher, sodass beim Fernsehsender zahlreiche Anrufe mit der Bitte um wiederholte Ausstrahlung sowie der Frage nach der Single eingingen. Die Anfrage des australische Plattenlabels RCA bei Polar Music wurde zuerst abgelehnt, da Stig Anderson der Ansicht war, dass bereits genug Singles aus dem Album ausgekoppelt seien und diese das Album "ABBA" im Gesamten bewerben sollten. Die Veröffentlichung von zu vielen Singles bewirke nur, dass der Gewinn durch Alben zurückgehe, welche die Haupteinnahmequelle der Plattenfirma seien.
Die Anfragen von RCA sowie die immense Nachfrage des australischen Publikums gingen allerdings nicht zurück, weswegen Polar Music letztendlich einer Singleveröffentlichung, vorerst mit Beschränkung auf Australien, zustimmte. Das Resultat war für beide Seiten überragend: "Mamma Mia" erreichte bald nach Erscheinen im September 1975 Platz 1 der Verkaufscharts und hielt die Position zehn Wochen hintereinander. Dies hatte zur Folge, dass das Lied nun auch in Europa und anderen Teilen der Welt als Single erschien und unter anderem in Deutschland und Großbritannien ebenfalls die Chartspitze erreichte. Aufgrund dieser wiedergekehrten Begeisterung für die Musik von ABBA wurde im November 1975 ihr erstes Best-of-Album mit dem Titel "Greatest Hits" veröffentlicht. Anfang 1976 erschien es auch international und erreichte beispielsweise in Großbritannien und Australien die Spitze der Albumcharts. 1981 war es in einer offiziellen Statistik von Polar Music mit über 7 Millionen Exemplaren der größte Verkaufserfolg der Gruppe.
Mit dem großen Erfolg von "Mamma Mia" und "Greatest Hits" begann 1976 die erfolgreichste Zeit von ABBA. Durch Promotion-Touren und TV-Specials stieg die internationale Beliebtheit der Band rasant. In Australien hatte die Fernsehshow "The Best of ABBA" bei ihrer Ausstrahlung eine Einschaltquote von 58 Prozent und damit mehr als die Übertragung der Mondlandung 1969. Die deutsche TV-Sendung "Musikladen" widmete ABBA als einziger Band eine komplette Folge und in Schweden wurde das TV-Special "ABBA-Dabba-Doo!" produziert, das vom Publikum zur besten Sendung 1976 gekürt wurde. Als erste Single des Jahres veröffentlichte die Gruppe im März das neue Stück "Fernando". Dieser Song war ursprünglich mit schwedischem Text für Lyngstads Soloalbum "Ensam" („Alleine“) geschrieben worden, wurde aber von ABBA mit englischem Text erneut aufgenommen, da er in Schweden gut ankam. Folgend wurde "Fernando" auch zu einem weltweiten Hit. Allein in Australien stand der Titel 14 Wochen hintereinander auf Platz 1 und somit länger als jede andere Single vorher oder nachher. Sie war außerdem eine der ersten Singles in Deutschland, die vom Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet wurde, was damals mindestens 250.000 verkauften Einheiten entsprach.
Durch die große Popularität von ABBA kam es im Laufe des Jahres zur Abbamania bzw. zum „ABBA-Fieber“ in Australien und Großbritannien. 1976 führte die Band in Australien mit ihren Tonträgern über 30 Wochen die Albumcharts und 31 Wochen die Singlecharts an, während sie in Großbritannien im selben Jahr 32 Schallplattenauszeichnungen erhielt. Zahlreiche Fernsehauftritte in Europa, wie den britischen "Top of the Pops" oder der deutschen "Disco", warben für die Singles der Gruppe. Mehrmals reiste sogar ein australisches TV-Team nach Stockholm, um die vier Schweden zu interviewen. Mit dem japanisch-australischen Elektrogerätehersteller National schloss ABBA im Sommer 1976 einen Vertrag für eine umfangreiche Werbekampagne, in der die vier Schweden als Testimonials eingesetzt wurden. ABBA erhielt für diesen Werbevertrag laut Zeitungsberichten eine Million australische Dollar.
Neben fünf verschiedenen Werbespots, in denen ein Werbesong zur Melodie von "Fernando" zu hören ist, gab es auch Anzeigen, Prospekte und weitere Werbemittel mit Motiven der Bandmitglieder. 
Am 18. Juni 1976 führte ABBA in der Königlichen Oper in Stockholm ihren neuen Titel "Dancing Queen" auf, der eigentlich seit Jahresbeginn fertig und bereits im deutschen TV präsentiert worden war. Es war der Vorabend der Hochzeit des schwedischen Königs Carl Gustav und seiner Verlobten Silvia Sommerlath, auf dem sich die vier Mitglieder in spätbarocken Kostümen präsentierten. "Dancing Queen" erschien am 16. August 1976 auf dem Markt und wird häufig als der typische, eingängigste und populärste Disco-Poptitel der Gruppe bezeichnet. Auf dem Cover wurde erstmals das ABBA-Logo mit dem spiegelverkehrten „B“ verwendet. Auch diese Single avancierte zum Bestseller und verkaufte sich weltweit über 6 Millionen Mal. In Australien und Großbritannien stieg sie direkt auf die Spitzenposition und erreichte im April 1977 als erster und einziger ABBA-Titel Platz 1 der US-Charts.
Am 11. Oktober 1976 brachte die Gruppe das Album "Arrival" auf den Markt, das alleine in Australien 600.000 Mal vorbestellt war. Auch in Deutschland wurden bereits zum Verkaufsstart über 500.000 Stück an den Handel ausgeliefert, während Polen sein Kontingent von 800.000 Schallplatten mit „Westmusik“, die jährlich importiert werden durften, nur für dieses eine Album verwendete. Die Gruppe reiste sogar extra nach Polen, um für "Arrival" zu werben und produzierte ein eigenes TV-Special. Auch in anderen Ostblockländern war ABBA sehr beliebt und musikalisch erfolgreich. Jedoch hielt sich ihr kommerzieller Erfolg dort in Grenzen, da die jeweiligen Landeswährungen nur beschränkt konvertierbar waren. Durch weitere Promotionreisen in die USA, nach Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande wurden die neuen Singles "Money, Money, Money" und "Knowing Me, Knowing You" ebenfalls zu internationalen Hits. In den Niederlanden hatte ABBA mittlerweile mehr Platten verkauft, als jede andere Band zuvor.
Die ABBA-Welttournee durch Europa und Australien wurde seit November 1976 vorbereitet und war bereits seit Monaten überall ausverkauft. Allein für die zwei Konzerte in der Royal Albert Hall in London am 14. Februar 1977 mit insgesamt 12.000 Plätzen gab es mehr als 3,5 Millionen Ticketanfragen. Die Europatour begann am 28. Januar 1977 in Oslo und beinhaltete 16 weitere Konzerte in Schweden, Dänemark, Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Großbritannien vor über 84.000 Zusehern. In Australien erreichte die Abbamania ihren Höhepunkt: Bei ihrer Ankunft in Sydney am 27. Februar 1977 versammelten sich über 1.500 Fans am Flughafen und versuchten zum Teil, die Polizeiabsperrungen zu überwinden. Einen Tag später stand auf der Titelseite des australischen "Daily Mirror" über einem Foto von ABBA gedruckt: “They’re here!” („Sie sind hier“). In Sydney spielte die Gruppe zweimal vor jeweils 20.000 Zusehern, wobei außerhalb der Absperrungen mehrere tausend weitere Menschen die Konzerte verfolgten.
Als die Gruppe am 5. März 1977 in Melbourne eintraf, wurde sie zu einem Empfang ins Rathaus gebracht, vor dem sich über 6.000 Menschen versammelt hatten. Anschließend folgten noch Konzerte in Adelaide und Perth. Am Ende der Australien-Tour hatte ABBA vor insgesamt 145.000 Zuschauern gespielt, was damals 1 Prozent der australischen Bevölkerung darstellte und die bis dahin größte Konzertreise des Landes war. Daneben entstand unter der Regie von Lasse Hallström der Spielfilm "ABBA – The Movie", der ursprünglich nur eine Tourneedokumentation werden sollte. Neben der Haupthandlung um den Reporter Ashley sind daher viele Konzertmitschnitte aus Australien und Eindrücke der dort herrschenden Fanhysterie zu sehen. Als die Band nach ihrer Tournee nach Schweden zurückkehrte, widmeten sich die Musiker vor allem weiteren Dreharbeiten sowie der Komposition neuer Lieder. Aufgrund ihrer vielfachen Verpflichtungen waren sie einem zunehmenden Zeitdruck ausgesetzt. Fältskog arbeitete trotz ihrer zweiten Schwangerschaft bis zu zwölf Stunden täglich, was im Sommer 1977 beinahe zu einer Fehlgeburt führte.
Die Arbeiten am fünften ABBA-Album verzögerten sich daher für einige Wochen. Als erstes Lied der neuen Platte wurde im Oktober "The Name of the Game" als Single veröffentlicht. "ABBA – The Album" erschien am 12. Dezember 1977 zunächst in Skandinavien. Während "Arrival" ein typisches Pop-Album mit Disco-Klängen war, waren auf der neuen LP überwiegend „reifere“ Songs zu hören. In der Umgebung Stockholms wurden vier Presswerke beauftragt, um insgesamt 760.000 Exemplare des Albums herzustellen. Die Weltpremiere von ABBA - The Movie fand am 15. Dezember 1977 in den australischen Städten Sydney und Perth statt, an dem auch ihr Manager Stig Anderson teilnahm. Die Begeisterung für ABBA hatte in Australien allerdings merklich nachgelassen, weswegen der Film keine großen Einnahmen an den Kinokassen erzielte. Europapremiere war am 26. Dezember 1977 in Stockholm.
Zu Beginn des Jahres 1978 zog sich vor allem Fältskog vermehrt aus der Öffentlichkeit zurück. Das große mediale Interesse am neuen ABBA-Album machte aufwändige Promotiontouren nicht notwendig, sodass die Band erst im Februar 1978 nach Großbritannien reiste, um der Premiere von "ABBA − The Movie" beizuwohnen. Die Single "Take a Chance on Me" und "ABBA – The Album" belegten mittlerweile beide die Spitze der britischen Charts und wurden mit Platin ausgezeichnet. Im Anschluss unternahm ABBA auch eine Promotiontour nach Deutschland, wo das Album mit Gold ausgezeichnet wurde. Als letzte Single aus dem Album erschien im Mai 1978 "Eagle", dessen Spieldauer für diese Veröffentlichung auf eine „radiofreundliche“ Länge reduziert wurde. Zur selben Zeit befand sich die Ehe von Fältskog und Ulvaeus bereits in einer schweren Krise. Die Spannungen führten auch zu lautstarken Auseinandersetzungen der beiden im Aufnahmestudio, was die Zusammenarbeit massiv erschwerte.
Trotz der schwierigen Situation innerhalb der Band reiste ABBA Ende April 1978 für zwei Wochen in die USA. Nachdem drei Promotionreisen in den vergangenen Jahren hier nicht den gewünschten Durchbruch gebracht hatten, arbeitete Stig Anderson zusammen mit Atlantic Records eine 500.000 US-Dollar teure Werbekampagne aus. Am Sunset Strip in Los Angeles wurde eine Reklametafel angebracht, die ABBA als umsatzstärkste Band in der Geschichte der Studiomusik anpries. Zudem trat die Gruppe in einer Show mit Olivia Newton-John und Andy Gibb auf, wo sie eine Jamsession abhielt und einige ihrer Songs präsentierte. Besonders "Take a Chance on Me" profitierte davon, erreichte Platz 3 der Billboard Hot 100 und wurde mit Gold ausgezeichnet. Auch die beiden Alben "Greatest Hits" und "ABBA – The Album" stiegen in die US-Charts ein und erreichten Platin-Status. Zwischen Mai 1977 und Mai 1978 erwirtschaftete Polar Music hauptsächlich mit ABBA einen Gewinn von 50 Millionen Kronen, was laut Billboard-Magazin umgerechnet 12 Millionen $ entsprach.
Am 18. Mai 1978 eröffneten die Polar Music Studios in der Eriksgatan in Stockholm. Nachdem die bisherigen Aufnahmen für ihr nächstes Album wenig zufriedenstellend verlaufen waren, bot sich der Band nun ein beständiges Arbeitsumfeld. Seit Jahresbeginn waren mehrere Songs komponiert und produziert, viele davon aber auch wieder verworfen worden. Auch die Eheprobleme von Fältskog und Ulvaeus überschatteten die Aufnahmen. Im Sommer 1978 unternahmen sie eine Paartherapie, die aber keine Änderung der Situation bewirkte. Der Öffentlichkeit gegenüber traten die beiden zunächst weiterhin als Paar auf. Im September 1978 wurde "Summer Night City" als erster Song der Aufnahmesessions veröffentlicht. Diese Single erreichte aber nicht die aus den vergangenen Jahren gewohnten Charterfolge, sodass der Song auch nicht für die geplante LP berücksichtigt wurde. Jerry Greenberg, der zuständige Manager bei Atlantic Records, wollte die Single in den USA erst gar nicht veröffentlichen, so lange kein Album angekündigt wurde.
Am 6. Oktober 1978 heirateten Lyngstad und Andersson nach neunjähriger Verlobung. Einen Monat später unternahm ABBA eine weitere Promotionreise nach Japan, wo neben Fernsehauftritten, Radio- und Fernsehinterviews ein eigenes TV-Special gedreht wurde, das die Popularität der Band in Japan erhöhte. Bis zum Erscheinen ihres nächsten Albums wurden in Japan mehr als 5 Millionen ABBA-Tonträger verkauft. Am 25. Dezember 1978 verließ Fältskog mit ihren Kindern die gemeinsame Villa mit Ulvaeus und zog in das nahegelegene Gästehaus von Polar Music. Vorerst hatte die private Trennung von Ulvaeus und Fältskog aber keine Auswirkungen auf den Fortbestand der Gruppe.
Am 8. Januar 1979 stellte die Gruppe im Rahmen einer UNICEF-Gala in New York ihren neuen Song "Chiquitita" offiziell vor, der im Februar 1979 als Single veröffentlicht wurde. Da viele Kritiker bereits nicht mehr an eine erfolgreiche Fortsetzung der ABBA-Karriere glaubten, war es für die Gruppe zu diesem Zeitpunkt enorm wichtig, wieder einen Welthit zu veröffentlichen. Aufgrund seines lateinamerikanischen Einflusses nahm ABBA "Chiquitita" auch mit spanischem Text auf. Diese Version wurde zu einem der größten Hits Lateinamerikas bis dahin und verkaufte sich alleine in Argentinien über 500.000 Mal. Auch in vielen europäischen Ländern wurde der Song ein Hit. Die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf dieser Single spendete ABBA an UNICEF, die seither auch Inhaber der Lizenzrechte an diesem Lied ist. Bis 2004 brachte es der Organisation schätzungsweise eine Million Pfund ein.
Im Februar 1979 reiste ABBA für einige Tage in die Schweiz um das Fernsehspecial "ABBA in Switzerland" zu drehen, wobei u. a. ein Musikvideo für "Chiquitita" entstand. Die Gruppe stellte im Rahmen der Bühnenauftritte auch einige Lieder ihres neuen Albums "Voulez-Vous" vor. Die neue LP erschien am 23. April 1979 und enthielt acht Lieder, die vom Arrangement schon weitgehend den damaligen Disco-Songs entsprachen. Das Album erreichte neben Schweden und Großbritannien auch in Japan die Spitze der Albumcharts. Im Herbst 1979 erschien außerdem die Kompilation "Greatest Hits Vol. 2", einhergehend mit der neuen Single "Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight)", die in sechs Ländern die Charts anführte.
Im Spätsommer 1979 begab sich ABBA auf eine weitere große Tournee mit sehr aufwändiger Bühnenkulisse, die sie zunächst nach Nordamerika und Europa führte. Sie begann am 13. September 1979 in Edmonton (Kanada) vor 15.000 Zuschauern und umfasste 25 Songs, hauptsächlich von ihren Alben "Arrival", "The Album" und "Voulez-Vous". Während dieser Tournee kam es zu einem folgenschweren Zwischenfall: Am 3. Oktober 1979 flog die Gruppe von New York nach Boston und geriet dabei in schwerste Unwetter, sodass das Flugzeug beinahe abgestürzt wäre. Es landete in der US-amerikanischen Stadt Manchester und die Gruppe setzte die Reise in einem Van fort, wodurch das Konzert in Boston erst mit 90-minütiger Verspätung beginnen konnte. Obwohl Fältskog, die seit Jahren unter Flugangst litt, abends auf der Bühne stand, war sie am nächsten Tag noch so traumatisiert, dass das nächste Konzert in Washington D.C. abgesagt werden musste. Auch an einem Empfang im Weißen Haus am 5. Oktober 1979 konnte Fältskog aufgrund der Nachwirkungen ihrer Angstattacke nicht teilnehmen.
Mitte Oktober startete die dritte Europatournee von ABBA in Göteborg in Schweden. Nach fast 40 Konzerten, die während der beiden Tourneen stattfanden, hatten über 300.000 Zuschauer die Gruppe auf der Bühne erlebt. Die insgesamt sechs Konzerte in der Wembley Arena in London wurden überdies gefilmt und für die Dokumentation "ABBA In Concert" zusammengeschnitten. Ein Mitschnitt des kompletten Konzerts vom 10. November 1979 wurde 2014 unter dem Titel "ABBA Live at Wembley Arena" als Doppel-CD veröffentlicht. Im März 1980 unternahm die Gruppe noch eine Tournee durch Japan, wo sie u. a. sechsmal im Nippon Budōkan in Tokio auftraten. Die insgesamt elf ausverkauften Konzerte wurden von mehr als 100.000 Zuschauern verfolgt.
Anfang 1980 reisten Andersson und Ulvaeus nach Barbados und begannen im Zuge dessen auch Lieder für ein neues Album zu komponieren. Währenddessen nahmen Fältskog und Lyngstad acht weitere ABBA-Songs mit spanischen Texten auf, nachdem 1979 auch "I Have a Dream" in seiner spanischen Fassung veröffentlicht worden war und sich gemeinsam mit "Chiquitita" sehr gut in Lateinamerika verkauft hatte. Im Juni 1980 erschien das Album "Gracias por la música", das insbesondere für den lateinamerikanischen Markt hergestellt wurde und alle zehn bis dahin aufgenommenen spanischen Lieder der Gruppe enthielt. Obwohl Ulvaeus und Andersson an diesem Projekt nur wenig beteiligt waren, wurde das Album ein großer Erfolg. Es erreichte in Argentinien, Mexiko und Spanien die Top Five der Albumcharts und kam in Japan in die Top 30.
Die Aufnahmen für das nächste Album "Super Trouper" begannen im Februar 1980 und gingen vergleichsweise zügig voran. Bereits im Juli 1980 erschien mit "The Winner Takes It All" die erste Single aus diesen Sessions und wurde in 21 Ländern zum Top-Ten-Hit, darunter auch in den USA. Der Song wird oft zu den ABBA-Songs mit dem besten Text gezählt, obwohl der Songschreiber Björn Ulvaeus laut eigenen Angaben lediglich eine Stunde dafür benötigt hatte. Fältskog und Ulvaeus wurden am 2. Juli 1980 offiziell geschieden. Das neue Album wurde am 3. November 1980 veröffentlicht und war alleine in Großbritannien 1 Million Mal vorbestellt, was es letztlich zum meistverkauften Album des Jahres machte. Der Titel bestand bereits, als die Idee des gleichnamigen Liedes noch nicht aufgekommen war. Bis Jahresende wurden weltweit 4 Millionen Exemplare der LP verkauft. Auch die Single "Super Trouper" war in vielen Ländern ein Nummer-eins-Hit, darunter in Deutschland und Großbritannien.
Nachdem die Scheidung von Fältskog und Ulvaeus im Juli 1980 rechtskräftig geworden war, trennten sich im Februar 1981 auch Lyngstad und Andersson. Dennoch wollten die vier Mitglieder ihre gemeinsamen Projekte nicht aufgeben und so begann ABBA im März 1981 die Aufnahmen zu ihrem achten und letzten Album "The Visitors". Bereits im April 1981 wurden in einem TV-Special mit dem US-amerikanischen Moderator Dick Cavett zwei neue Songs aus den Sessions vorgestellt. Die LP erschien schließlich am 30. November 1981 und beinhaltete neun Stücke, mit denen die Gruppe ihren Musikstil deutlich weiterentwickelt hatte. Die Songs klingen zum Teil schwermütig und düster; die Texte sind tiefgründig, erzählen von Abschiedsschmerz und Kriegsangst. Selbst die Lieder mit fröhlicheren Elementen haben einen melancholischen Unterton. Kein Lied auf dem Album wurde von Fältskog und Lyngstad durchgängig gemeinsam gesungen, lediglich im Refrain der Lieder sind beide zu hören. Mit "Like an Angel Passing Through My Room" wurde erstmals ein Song komplett von Lyngstad alleine gesungen. Mit der Single "One of Us" konnte sich ABBA überdies ein letztes Mal in den britischen Top Five und an der deutschen Chartspitze platzieren. Das Album "The Visitors" war eine der ersten Audio-CDs in der Musikgeschichte.
Im Januar 1982 unterstützte ABBA zusammen mit Künstlern wie Paul McCartney und Frank Sinatra sowie hochrangigen Politikern wie dem damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan, der britischen Premierministerin Margaret Thatcher und dem früheren deutschen Bundeskanzler Helmut Schmidt die Initiative "Let Poland be Poland", die im Rahmen einer Benefiz-Gala vom amerikanischen Fernsehen in über 40 Länder übertragen wurde. Dabei wurden die kommunistischen Staatsführungen der Volksrepublik Polen und der UdSSR u. a. für ihre Repressionen gegen die polnischen Freiheits- und Streikbewegung Solidarność kritisiert. Andersson erwähnte in seiner Botschaft indirekt auch Unterdrückungen in El Salvador durch die US-Regierung, die aus dem fertigen Beitrag aber kurzfristig herausgenommen wurde.
Im Frühjahr 1982 ging ABBA ein weiteres Mal als Gruppe ins Studio, um ein neues Album aufzunehmen. Doch schnell verließ die vier die Lust an dem Projekt. Vor der Sommerpause waren lediglich drei Stücke aufgenommen: "Just Like That", "You Owe Me One" und "I Am the City". In diesen Aufnahmen kam ihr bisheriger Musikstil wieder mehr zum Ausdruck, es gab mehr gemeinsame Liedpassagen, und die Stücke waren alle wieder etwas fröhlicher. Parallel dazu nahm Lyngstad ihr erstes englisches Soloalbum "Something’s Going On" mit Phil Collins als Produzent auf, Fältskog spielte in dem schwedischen Film "Raskenstam" mit und Andersson und Ulvaeus planten, gemeinsam ein weiteres Musical zu komponieren. Immer häufiger wurde in den Medien nun über eine bevorstehende Trennung der Gruppe spekuliert, was die vier Bandmitglieder zu diesem Zeitpunkt aber stets dementierten.
So trafen sich die vier Mitglieder im August 1982 noch einmal im Studio, um weitere Songs aufzunehmen. Von den drei neuen Stücken wurden "The Day Before You Came" und "Under Attack" als Singles und auf dem Album "The Singles – The First 10 Years" veröffentlicht, das im November 1982 erschien. Die Stücke "Cassandra" und "You Owe Me One" wurden als B-Seiten der beiden Singles genutzt.
Am 6. November 1982 waren die vier ABBA-Mitglieder in der britischen Fernsehsendung "The Late Late Breakfast Show" von Noel Edmonds zu Gast und wurden im Interview nach ihren Lieblingsliedern gefragt. Fältskog nannte "Fernando", Lyngstad "Dancing Queen", Andersson "Chiquitita" und Ulvaeus "The Winner Takes It All". In einem späteren Interview sagte Fältskog, dass rückblickend betrachtet "The Winner Takes It All" ihr Lieblingslied von ABBA sei. In der gleichen Sendung verneinten Andersson und Ulvaeus die Frage nach einer möglichen Trennung der Band, über die bereits in mehreren Zeitungen spekuliert wurde.
Am 11. Dezember 1982 trat ABBA mit den Liedern "I Have a Dream" und "Under Attack" in derselben Sendung ein letztes Mal gemeinsam als Gruppe auf. Allerdings waren sie in einem Studio in Stockholm und wurden via Satellit live zugeschaltet. Im Interview kündigten die Künstler „eine Pause“ für ABBA an, was rückblickend jedoch als die Trennung der Band angesehen werden kann. Denn nach 1982 arbeiteten die Mitglieder an eigenen Musik-Projekten: Lyngstad (jetzt als Frida) und Fältskog nahmen englischsprachige Soloalben auf. Ulvaeus und Andersson schrieben die Musicals "Chess" (Texte von Tim Rice) und "Kristina från Duvemåla". Offiziell wurde die Band jedoch nie aufgelöst.
Seit ihrer Trennung kommen regelmäßig Gerüchte über eine mögliche Wiedervereinigung der Band auf, die von den ehemalige Mitgliedern immer wieder kategorisch ausgeschlossen wird. 1984 waren Lyngstad, Ulvaeus und Andersson in der deutschen Fernsehsendung "Na sowas!" zu Gast, wobei Ulvaeus im Interview betonte, dass die vorübergehende Trennung der Gruppe lediglich eine Pause sei, sie allerdings nicht wüssten, wie lange diese Pause sein würde. 1985 lehnte die Gruppe eine Wiedervereinigung für einen gemeinsamen Auftritt beim Live-Aid-Konzert am 13. Juli 1985 ab, das von Musiker Bob Geldof aus Anlass einer akuten Hungersnot in Äthiopien organisiert wurde.
Im Januar 1986 sang ABBA in der schwedischen Fernseh-Show "Här Ar Ditt Liv", die ihrem früheren Manager Stig Anderson gewidmet war, den ersten von ihm produzierten Hit "Tivedshambo". Dieser Auftritt wurde im Dachgeschoss der Polar Music Büros in der Hamngatan in Stockholm gedreht und gilt als der bisher letzte gemeinsame Fernsehauftritt von ABBA. Im August 1986 brachte Polar Music das Album "ABBA Live" auf den Markt, dessen Songs u. a. auf der Australien-Tour 1977, auf der Welttour 1979 und in der Fernsehshow "Dick Cavett meets Abba" Ende April 1981 aufgenommen worden waren. Für das Live-Album gab es jedoch keine Promotiontermine mit den früheren Bandmitgliedern. Trotzdem führte die Veröffentlichung weltweit zu vielfältigen Spekulationen über eine unmittelbar bevorstehende Wiedervereinigung der Gruppe. Letztendlich verkaufte sich "ABBA Live" sehr schlecht.
Zu Beginn des Jahres 2000 berichtete die schwedische Boulevardzeitung Aftonbladet, dass ABBA von einem amerikanischen Konsortium ein Angebot über eine Milliarde US-Dollar für eine Welttournee mit 100 Konzerten erhalten und abgelehnt habe. Am 6. April 2004 – dem 30. Jahrestag des „Grand-Prix“-Sieges mit dem Lied "Waterloo" und dem fünften Jahrestag der Musicalaufführung von "Mamma Mia!" in London – wurden die vier Musiker zu einer Jubiläumsfeier im Prince Edward Theatre eingeladen. Es kamen aber nur Lyngstad, Andersson und Ulvaeus. Fältskog hatte ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt. Nach der Musical-Vorstellung gingen die drei anwesenden Bandmitglieder auf die Bühne und bekamen von Universal Music eine symbolische Auszeichnung für die Vielzahl verkaufter ABBA-Tonträger überreicht. Wenige Tage Hatte während der Live-Übertragung der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest ein mit Karikatur-Puppen dargestelltes Video "(ABBA – The Last Video Ever)" Weltpremiere. Obwohl es keinen gemeinsamen Aufnahmetermin gab, sind durch die eingesetzte Produktionstechnik alle vier ehemaligen Bandmitglieder auch wenige Sekunden als Real-Personen im Film zu sehen.
Im März 2010 erschienen Lyngstad und Andersson zur Aufnahme von ABBA in die Rock and Roll Hall of Fame im Waldorf Astoria in New York. In seiner Rede antwortete Andersson auf die Frage der britischen Times, ob die Gruppe vor einem ausgewählten Publikum live auftreten würde, mit: „Klar, warum eigentlich nicht?“ Dies führte erneut zu Spekulationen um ein ABBA-Comeback, insbesondere im Zusammenhang mit der Hochzeit der schwedischen Kronprinzessin Victoria. Genau 34 Jahre zuvor hatte ABBA zu Ehren von Königin Silvia ihren Hit "Dancing Queen" im schwedischen Fernsehen aufgeführt. Im selben Jahr sagte auch Fältskog in einem Interview, „eine Wiedervereinigung zu einer einmaligen Gelegenheit, vielleicht für einen guten Zweck, ist etwas, was wir meiner Meinung nach alle erwägen könnten.“
2011 wurde erneut über einen möglichen Auftritt bei der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton spekuliert. Der Welt am Sonntag gegenüber sagte Fältskog im November 2013 auf die Frage, ob es anlässlich des 40-Jahre-Jubiläums des Sieges beim Eurovision Song Contest 1974 Pläne für eine Wiedervereinigung gibt: „Ich weiß, dass es einige Pläne gibt.“ (“I know, there are some plans going on.”) Am 14. Dezember 2013 war Björn Ulvaeus bei "Wetten, dass..?" zu Gast. Auf die Frage der Co-Moderatorin Michelle Hunziker, ob er noch Kontakt zu den anderen Gruppenmitgliedern habe, antwortete er, sie hätten sich zwei Wochen zuvor getroffen und über eine Wiedervereinigung geredet: „Aber leider [gibt es] keine Wiedervereinigung. Ich möchte, dass die Leute uns als die junge, dynamische Gruppe in Erinnerung behalten, die wir einmal waren.“ Am 20. Januar 2016 erschienen alle ABBA-Mitglieder zur Eröffnung der von Ulvaeus mitorganisierten Show "Mamma Mia! The Party". Es war das erste Mal seit 1986, dass Fältskog, Lyngstad, Andersson und Ulvaeus zu viert nebeneinander öffentlich auftraten. Von der Presse ließen sich die vier allerdings nicht gemeinsam fotografieren. Im Juni 2016 traten alle vier gemeinsam auf einer privaten Party im Hotel Berns in Stockholm auf und sangen das Lied „The Way Old Friends Do“.
Ihre letzten großen Erfolge hatte ABBA in den frühen 1980er Jahren mit Hits wie "The Winner Takes It All", "Super Trouper" und "One of Us". Im deutschsprachigen Raum kamen zur gleichen Zeit unzählige kommerzielle Musikprojekte der Neuen Deutschen Welle auf, die die Hitparaden dominierten. 1983 und 1984 entwickelte sich eine neue internationale Popkultur: Michael Jackson gelang mit seinem Album "Thriller" der internationale Durchbruch als Solo-Künstler, Madonna hatte ihre ersten erfolgreichen Single-Hits, Popgruppen wie Duran Duran, Kajagoogoo und etwas später auch a-ha kamen als Vorläufer der späteren Boygroups in die Hitparaden. Ebenso prägten Popmusik-Duos wie Wham!, die Pet Shop Boys und Modern Talking den Mainstream der Popmusik. Einstmals erfolgreiche Bands wie Bee Gees, Boney M., Smokie und ABBA waren wegen deren mittlerweile als veraltet angesehenen Stilrichtungen nicht mehr im Fokus des Massengeschmacks, und als Folge wurde ihre Musik nur noch selten in Diskotheken und bei Radiosendern gespielt.
Am 11. Juni 1992 kamen Andersson und Ulvaeus während eines Konzertes der irischen Rockband U2 im Ericsson Globe in Stockholm auf die Bühne und sangen gemeinsam mit dem Sänger Bono vor über 50.000 Fans den Song "Dancing Queen". Im Sommer 1992 veröffentlichte das britische Synthie-Pop-Duo Erasure die EP-Single "Abba-esque" mit Coverversionen der vier ABBA-Lieder "Lay All Your Love On Me", "SOS", "Take a Chance on Me" und "Voulez-Vous". Die Single erreichte u. a. Platz 1 in Großbritannien, Platz 2 in Deutschland (insgesamt 19 Wochen in den Top Ten), Platz 1 in Österreich (8 Wochen) und Platz 3 in der Schweiz. Infolge dieses unerwarteten Erfolges wurden plötzlich von verschiedenen Künstlern ABBA-Songs gecovert. Künstler wie U2, Nirvana, R.E.M., Madonna oder Tina Turner bekannten öffentlich ihre Sympathien für die schwedische Popgruppe.
Im Herbst 1992 – also etwa zehn Jahre nach der Trennung von ABBA – veröffentlichte das Musiklabel Polygram eine Neuauflage von "Dancing Queen" und die Kompilation "ABBA Gold". Vor allem letztere verkaufte sich weltweit so gut, dass das Album in vielen Ländern vordere Positionen in den Verkaufscharts erreichte. Es landete in zwölf Ländern auf Platz 1, darunter auch in Großbritannien, Deutschland, Österreich, der Schweiz und Australien. Allein in Deutschland hielt das Album elf Wochen die Spitzenposition. Für die vier ABBA-Mitglieder kam der Erfolg völlig überraschend, da die CD ausschließlich bereits veröffentlichtes Material enthielt und es keine Promotiontermine mit den früheren Bandmitgliedern gab. Ende Juli 2008 erreichte das Album 16 Jahre nach seiner Veröffentlichung aufgrund der Popularität des Kinofilmes "Mamma Mia!" erstmals Platz 1 der „Billboard Pop Catalog Album Charts“ in den USA und zum vierten Mal den ersten Platz der „BBC UK Album Charts“. Bis heute wurde "ABBA Gold" fast 30 Millionen Mal verkauft und ist damit das meistverkaufte ABBA-Album.
Als Folge stieg nun weltweit das Interesse an der Kultband der 1970er Jahre und deren Musik, und es setzte ein beispielloses Revival ein. Auch viele Teenager, die die Gruppe aus ihrer aktiven Zeit noch gar nicht kannten, hörten die früheren ABBA-Hits. In Diskotheken wurden wieder ABBA-Partys bzw. 70er-Partys veranstaltet, bei denen sogenannte Tribute- oder Revival-Bands auftraten. Obwohl die Gruppe selbst nicht mehr aktiv war, erhielt ABBA 1993 aus aller Welt Auszeichnungen als erfolgreichste internationale Popgruppe des Jahres, so auch den World Music Award. Es gab Platin- und Multiplatinauszeichnungen wie zu ABBAs erfolgreichen Zeiten. Die zweite Kompilations-CD "More ABBA Gold" schaffte es Ende 1993 in die Top Ten von Deutschland und Frankreich und erreichte die Top 20 in Großbritannien und Australien. Dort erlangte die Musik auch durch die 1994 erschienenen Filme "Muriels Hochzeit" und "Priscilla – Königin der Wüste" neue Popularität. 1999 kam mit der schwedischen Popgruppe A*Teens, die zunächst als ABBA Teens gegründet worden war, eine jugendliche Gruppe in die Musikszene, die zunächst ausschließlich Songs von ABBA spielte. Ihr erstes Album "The ABBA Generation" erreichte in vielen Ländern Platz 1 oder 2 der Verkaufscharts.
→ "Hauptartikel: Mamma Mia! (Musical) und Mamma Mia! (Film)"
Eine weitere Säule des lang anhaltenden Erfolgs von ABBA nach der Auflösung ist das weltweit erfolgreiche Musical Mamma Mia!, in dem viele bekannte ABBA-Hits wie "Dancing Queen", "Super Trouper" und "The Winner Takes It All" zu hören sind. Die Hintergrundgeschichte von der alleinerziehenden Mutter Donna und ihrer Tochter Sophie, die kurz vor ihrer Hochzeit steht, stammt von der britischen Autorin Catherine Johnson. Die Weltpremiere fand am 6. April 1999 im Prince Edward Theatre in London statt. Mittlerweile gastierte das Musical – neben mehreren dauerhaften Spielorten – als Tourneeproduktion weltweit in über 150 Städten. Auch das zugehörige Soundtrack-Album konnte sich in vielen Ländern in den Charts platzieren, so u. a. in Deutschland (Platz 5), Österreich (Platz 1), der Schweiz (Platz 1), Großbritannien (Platz 1 in den Kompilations-Charts) und den USA (Platz 1).
Am 12. Februar 2005 kamen alle vier ABBA-Mitglieder in das Stockholmer Cirkus-Theater zur Premiere der schwedischen Version des Musicals. Es war das erste Mal seit fast 20 Jahren, dass Fältskog, Lyngstad, Andersson und Ulvaeus gemeinsam in der Öffentlichkeit zu sehen waren. Vor allem der Besuch von Fältskog war nicht erwartet worden. Am Ende der Vorstellung gingen jedoch nur Andersson und Ulvaeus auf die Bühne. Fältskog verließ das Theater. Es gibt auch kein Foto von dieser Veranstaltung, das alle vier gemeinsam zeigt. Am 30. Juni 2008 feierte die Verfilmung von "Mamma Mia!" Premiere und kam am 17. Juli 2008 auch in die deutschen Kinos. Der Film wurde ein weltweiter Erfolg und hält mit einem Einspielergebnis von über 600 Millionen US-Dollar seither den Rekord als erfolgreichste Musicalverfilmung. Zur Premiere des Films in Stockholm am 4. Juli 2008 erschienen alle vier ABBA-Mitglieder und zeigten sich für etwa zwei Minuten gemeinsam mit einigen Filmdarstellern auf dem Balkon des Stockholmer Theaters Rival.
Nachdem die für das Jahr 2008 geplante Eröffnung eines ABBA-Museums in Stockholm zunächst nicht zustande kam, wurde im Dezember 2008 mitgeteilt, dass die Ausstellung stattdessen auf einer Welttournee gezeigt werden soll. Die Wanderausstellung unter dem Namen „ABBA WORLD“ präsentierte den Besuchern über 750 Ausstellungsstücke. Neben Originalkostümen und -instrumenten wurden verschiedene Memorabilien und Merchandisingartikel der Popgruppe gezeigt. Auch die Song-Contest-Medaille von 1974 war zu sehen. Die Ausstellung bot außerdem verschiedene interaktive Präsentationselemente, darunter auch einen Nachbau des früheren Aufnahmestudios.
Erste Station der Ausstellung war vom 26. Januar bis zum 28. März 2010 das Earls Court Exhibition Centre in der britischen Hauptstadt London, am 19. Juni 2010 wurde "ABBA World" am Federation Square im australischen Melbourne eröffnet. Vom 4. Dezember 2010 bis 3. April 2011 waren die Memorabilien im ETO Park im ungarischen Győr zu sehen und seit 6. Mai 2011 befand sich der Ausstellungsort im Einkaufszentrum "Slovanský dum" im tschechischen Prag. Von März bis Dezember 2011 waren große Teile der Ausstellung im Powerhouse Museum im australischen Sydney ausgestellt. Am 7. Mai 2013 wurde das Museum unter der Bezeichnung ABBA The Museum als permanenter Bestandteil der Swedish Hall of Fame in Stockholm eröffnet. Eine besondere Attraktion hierbei ist das „Ring-Ring-Telefon“, auf dem die vier ehemaligen ABBA-Mitglieder in unregelmäßigen Abständen anrufen. Besucher haben somit nach Zufallsprinzip die Möglichkeit, mit den Mitgliedern zu sprechen.
Da alle vier Musiker von ABBA sowie ihr Manager Stig Anderson bereits vor der gemeinsamen Musikperiode eigene Musikkarrieren hatten, war in der Gruppe ein breites musikalisches Repertoire bekannt. Auch hatten alle Künstler bereits mehrjährige Erfahrungen in der Konzeption, Komposition, Produktion und Interpretation verschiedener Stilrichtungen der kommerziellen Unterhaltungsmusik. Doch obwohl alle vier Musiker bereits eigene Stücke geschrieben hatten, bildeten für ABBA fast ausschließlich Benny Andersson und Björn Ulvaeus das Komponisten-Team, wobei Andersson vor allem komponierte und Ulvaeus die Liedtexte schrieb. Ihre Vorbilder waren beispielsweise Lennon/McCartney von den Beatles, sowie Elvis Presley und die Beach Boys. Auch alte schwedische Volkslieder sowie die klassischen Komponisten Mozart, Verdi und Bach haben die Künstler in ihrem Schaffen beeinflusst.
Aufgrund ihrer musikalischen Vergangenheit experimentierten sie in den Anfangsjahren stetig mit verschiedenen Musikgenres: In einigen frühen Stücken wie "People Need Love" oder "He Is Your Brother" ist noch der Einfluss der Flower-Power-Ära der späten 1960er Jahre zu hören. Von der Schlagerballade "Hasta Mañana" über Popschlager wie "Honey, Honey" oder "I Do, I Do, I Do, I Do, I Do", Reggae-Pop wie "Tropical Loveland" bis hin zu rockigen Songs wie "Waterloo" oder "So Long" deckten sie ein breites Spektrum der Popmusik ab. Dabei produzierten sie auch ausgefallene Stücke wie "Watch Out" (nahezu Glam Rock), "Sitting In The Palmtree " oder den "King Kong Song" – aber auch eher anspruchslosen „Happy-Pop“. Mit dem im Sommer 1974 entstandenen Titel "SOS" und "Mamma Mia", das im März 1975 produziert wurde, fanden sie schließlich ihren eigenen Musikstil in der Popmusik, den sie in den folgenden Jahren stetig weiterentwickelten.
Der Prozess der Komposition von Andersson und Ulvaeus wird häufig als „inspiriert und unkonventionell“, aber auch als „zwanghaft perfektionistisch“ beschrieben. Zum Komponieren zogen sich die beiden Musiker meistens zurück in eine Hütte auf die kleine Insel Viggsö vor Stockholm und spielten dort zunächst stundenlang gemeinsam auf ihren Instrumenten (Gitarre und Klavier) Akkorde und Harmonien. Manchmal sangen sie dazu einfache englische Worte oder Phrasen, die allerdings selten den späteren Liedtexten entsprachen, um die Wirkung als Popsong zu hören. Erst wenn beide das Gefühl hatten, einen interessanten und eingängigen Ansatz gefunden zu haben, versuchten sie diesen bis zum fertigen Stück weiterzuentwickeln. Da weder Andersson noch Ulvaeus Noten lesen und schreiben konnten, prägten sie sich ihre neuen Lieder während der Entstehung ein, so dass sie diese später ihren Studiomusikern für weitere Arrangements auswendig vorspielen konnten. Zu dieser Methode sagten beide Künstler später, „dass ein Stück nur dann wirklich gut sei, wenn man es sich bereits bei der Entstehung gut einprägen könne“.
Nach der Melodiefindung zog sich Ulvaeus meistens allein zurück, um einen passenden Basis-Text für die Melodie zu schreiben. Dabei war Ulvaeus bestrebt, die einzelnen Worte und Textsilben mit dem Rhythmus der Melodie so zu harmonisieren, dass die Sprachmelodie weitgehend auch der Melodieführung des Liedes entsprach. Nachdem der als sehr sprachbegabt geltende Ulvaeus, dessen Muttersprache Schwedisch ist, die englischsprachigen Texte fertiggestellt hatte, wurden diese noch von Muttersprachlern überprüft und ggf. geringfügig angepasst.
In den Anfangsjahren, in denen auch ihr Manager Stig Anderson einige Songtexte oder Teile davon schrieb, dominierten einfache, manchmal auch anspruchslose Texte mit Geschichten über das Leben und die Liebe. In späterer Zeit entwickelte Ulvaeus anspruchsvollere, manchmal auch tiefgründige Texte. Der Text von "The Winner Takes It All" gilt als einer seiner besten. Auch wenn die Liedtexte häufig Parallelen zu den Beziehungen der beiden früheren ABBA-Paare und ihrem Leben zeigen, so ist laut Ulvaeus der Song "Slipping Through My Fingers" das einzig wirklich autobiographische Lied, das er je komponiert hat. Die einfühlsame Ballade, die das schnelle Heranwachsen der eigenen Kinder aus Sicht der Eltern thematisiert, ist seiner Tochter Linda gewidmet.
Zwar gibt es in ihren Liedern häufig den typischen Grundaufbau, bei dem Strophen und Refrain im einfachen Wechsel folgen, jedoch zeigten sie mit dem Instrumentalstück "Intermezzo No. 1" oder Liedern wie "The Name of the Game", dass sie auch Stücke mit komplexerer Struktur komponieren können. Bei der Produktion perfektionierten sie schließlich ihre Stücke und deren Sound. Neben der typischen Instrumentation der Musikgruppen aus dieser Zeit, die aus verschiedenen E-Gitarren, Bassgitarre, Klavier und Schlagzeug bestand, setzten Andersson und Ulvaeus zusätzlich Instrumente aus klassischen Orchestern sowie die neu aufkommenden elektronischen Synthesizer mit ihren vielfältigen und bis dahin noch wenig verbreiteten Soundeffekten ein.
Die eingängigen Lieder wurden fast ausschließlich von Fältskog und Lyngstad gesungen, die beide professionell ausgebildete Stimmen mit einem großen Tonumfang (Fältskog: Sopran; Lyngstad: Mezzosopran) hatten. In früheren Stücken sangen auch die beiden Männer häufiger, jedoch erkannte ABBA bald, dass vor allem die gut miteinander harmonierenden Frauenstimmen zu einer unverwechselbaren Eigenständigkeit ihrer Lieder und deren Sound führten. So übernahmen Andersson und Ulvaeus nach der experimentellen Anfangszeit der Band fast nur noch Begleitgesang in den Refrains, Backing Vocals oder imitierenden, geräuschähnlichen Gesang wie beispielsweise in den Stücken "Take a Chance on Me" oder "Super Trouper". Eine der wenigen Ausnahmen ist der Song "Does Your Mother Know", bei dem Ulvaeus die Strophen allein singt und die Hauptstimme im Refrain übernimmt. Auch auf dem letzten Studioalbum "The Visitors" von 1981 übernimmt Ulvaeus bei einem Lied ("Two for the Price of One") den Gesang.
Mit aufwändiger Studiotechnik stellte Toningenieur Michael B. Tretow verschiedene Varianten der Stücke her, indem er die Stimmen und Instrumente auf mehrere Tonbänder aufnahm bzw. einige Soundelemente verlangsamt oder zeitlich leicht versetzt abspielte (siehe auch Overdubbing). Tretow wurde in seiner Arbeitsweise von dem US-amerikanischen Musikproduzenten Phil Spector und seinen klangvollen Wall-of-Sound-Arrangements inspiriert. So entstanden in den ABBA-Songs häufig völlig neuartige Klangelemente, die ohne Kenntnis dieser Herstellungstechniken so nicht kopierbar waren, wodurch ihre Lieder einen einzigartigen und unverwechselbaren Sound bekamen.
Durch die Erkenntnis, wie wichtig die moderne Studiotechnik für die ABBA-Musik war, investierten sie stets viel Geld in die Produktion ihrer Titel. Sie gingen für die Aufnahmen in renommierte Tonstudios und bauten sich 1977/1978 ein eigenes Tonstudio in Stockholm, das Polar Music Studio. Um auf dem US-amerikanischen Markt erfolgreicher zu sein und den typischen Sound des frühen „Achtziger-Jahre“-Pop zu perfektionieren, gingen sie für einige Aufnahmen nach Miami in die Criteria Studios und arbeiteten dort mit den besten Musikproduzenten zusammen. Auf diese Weise produzierte ABBA nahezu zeitlose Musik mit hohem Unterhaltungs- und Wiedererkennungswert („Ohrwürmer“) auf dem jeweils aktuellen Stand der Studiotechnik. War ein neuer Titel einem bereits eingespielten Lied allerdings zu ähnlich, wurde er erst gar nicht produziert. Ein Beleg dafür ist die Liste der unveröffentlichten ABBA-Songs. Aufgrund ihres künstlerischen Schaffens und ihrer aufwändigen Produktionsmethoden wird die Band ABBA heute als Mitbegründer der modernen Popmusik angesehen.
Da sich die vier Musiker in den Anfängen ihrer gemeinsamen Karriere noch nicht als feste Gruppe sahen, traten sie zunächst einfach unter verschiedenen Aufzählungen ihrer vier Vornamen auf. So hießen sie „Björn  Benny, Agnetha  Anni-Frid“, „Anni-Frid, Agnetha, Benny, Björn“, „Björn + Benny + Agnetha + Frida“ oder auch „Björn + Benny + Anna + Frieda“. Auf der Frontscheibe ihres ersten Opel-„Tour-Wagens“ stand bis 1973: „BJÖRN BENNY AGNETHA FRIDA“.
Auf frühen Plattencovern in den USA werden „Björn  Benny“ zum Teil mit dem Zusatz „med svenska flickor“ („mit schwedischen Mädchen“) genannt. Grund dafür war, dass Fältskog damals noch exklusiv bei der Plattenfirma CBS-Cupol unter Vertrag stand und deren erfolgreichster Star war, so dass Tantiemen und Lizenzgebühren von Polar an CBS-Cupol fällig gewesen wären. Diese Vertragsbindungen galten bedingt auch noch während der erfolgreichen ABBA-Zeit bis Ende 1975, so dass später noch hohe Tantiemen an CBS-Cupol gezahlt werden mussten. Lyngstads Plattenvertrag mit EMI Music endete 1972.
Anfang der 1970er Jahre traten die vier Schweden bei einigen Musikfestivals in den heimischen „Folkparks“ mehrfach auch unter den Namen „Festfolk“ oder „Festfolket“ (seltener auch: „Festfolk Quartet(t)“ oder „Festfolk Kvartett“) gemeinsam öffentlich auf und hatten vereinzelte Auftritte als „Engaged Couples“ in schwedischen Clubs und Bars. In Mexiko wurden ihre Platten 1972 und 1973 zunächst mit dem schlichten Gruppennamen „Los Suecos“ („Die Schweden“) veröffentlicht. Erst nachdem sie in ihrem Heimatland Schweden erste Erfolge als Gruppe hatten, wurde ein passender Bandname gesucht. Vor allem ihr Manager Stig Anderson war zunehmend genervt, gegenüber der Presse stets den umständlichen Namen „Björn  Benny, Agnetha  Frida“ erwähnen zu müssen.
Schon im März 1973 veröffentlichte eine schwedische Zeitschrift die Aufforderung, Namensvorschläge für die mittlerweile landesweit bekannte Gruppe einzusenden. „Friends and Neighbours“, „Alibaba“ und „BABA“ waren dabei zunächst die ernsthaftesten Vorschläge. Im Sommer 1973 wurde schließlich auf Vorschlag von Stig Anderson der Bandname „ABBA“ festgelegt, mit dem die Gruppe erstmals im Februar 1974 beim schwedischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest auftrat. In Skandinavien und auch von Andersson und Ulvaeus wurde der Name zunächst eher verhalten beurteilt, da es in Schweden ein großes und bekanntes Nahrungsmittelunternehmen mit dem Namen "Abba Seafood" gibt. Anderson musste von dieser Firma die Erlaubnis einholen, um „ABBA“ verwenden zu dürfen.
Der Begriff „Abba“ ist nebenbei unter anderem ein biblisches Wort für „Vater“. Diese Wortbedeutung wird in "ABBA – Der Film" aus dem Jahr 1977 in einer Interviewszene von einem älteren Passanten erwähnt. Doch letztendlich setzte sich der Bandname auch international sehr schnell durch – nicht zuletzt deshalb, weil er in fast allen Sprachen leicht und gleich ausgesprochen wird und in alphabetischen Aufzählungen immer sehr weit vorne steht. Dieses einfache, sehr markante und prägnante Wort „ABBA“ ist ein Palindrom und zugleich ein Akronym, das sich aus den Anfangsbuchstaben der vier Vornamen der Bandmitglieder in folgender Reihenfolge ableitet: Agnetha, Björn, Benny, Anni-Frid → ABBA. Gelegentlich wurde die Zusammensetzung des Bandnamens auch in umgekehrter Reihenfolge interpretiert (Anni-Frid, Benny, Björn, Agnetha), wie zum Beispiel bei der Formation der Bandmitglieder bei einigen Fotoaufnahmen für Poster und Plattencover wie "Waterloo" oder "Gracias por la música", Anfang 1976 bei einem Teil der Fotoaufnahmen mit den Initial-Buchstaben von Wolfgang Heilemann oder bei einer roten Buchstabenbeflockung auf den Rückseiten von Overalls, die die ABBA-Mitglieder 1977 bei ihrer Ankunft in Australien trugen.
Nachdem die Gruppe zu ihrem Bandnamen ABBA gefunden hatte, wurde dieser zunächst nur typografisch auf Cover, Plakaten, Poster und sonstigen Promotionmaterialien abgebildet. Vor einem Auftritt in der deutschen Musiksendung Disco im Februar 1976 bekam der Fotograf Wolfgang Heilemann den Auftrag, in einem nahegelegenen Studio einige Aufnahmen von der Gruppe für die deutsche Jugendzeitschrift Bravo zu machen. Dabei war auch eine Fotostrecke vorgesehen, bei der vor jedem der vier Bandmitglieder ein großer silberfarbener Initial-Buchstabe stehen sollte. Bei diesen Aufnahmen stellte Andersson – an zweiter Stelle stehend – versehentlich das „B“ „auf den Kopf“, was allerdings erst nach Beendigung der Fotoaufnahmen bemerkt wurde. Nachdem Heilemann die Bandmitglieder über den Fehler informiert hatte, unterhielten sich Andersson und Ulvaeus kurz, beschlossen, sich diesen „Patzer“ zu eigen zu machen, und bedankten sich bei Heilemann für die „großartige Marketing-Idee“. Auf Basis dieser Idee entwickelte kurz darauf der Grafiker Rune Söderqvist aus der Schriftart News Gothic Bold den ABBA-Schriftzug mit dem spiegelverkehrten „B“ und erläuterte zu dem Logo, dass „die beiden ‚B‘ sich harmonisch den beiden ‚A‘ zuwenden“.
Das ABBA-Logo wurde am 13. August 1976 offiziell vorgestellt und wird seit der Single "Dancing Queen" bei allen offiziellen ABBA-Tonträgern, Publikationen und Fanartikeln bis heute eingesetzt. Seit den Veröffentlichungen der CD-Single "Dancing Queen" und dem Album "ABBA Gold" im Jahr 1992 wurde zwischenzeitlich auch eine aus der Schriftart Helvetica Roman entwickelte Version des ABBA-Logos verwendet, dessen Buchstaben in der Schriftstärke etwas schlanker, aber im Schriftschnitt etwas breiter sind. Bei späteren Veröffentlichungen des Albums "ABBA Gold" wurde aber wieder das frühere Original-Logo verwendet. Das ABBA-Logo mit dem spiegelverkehrten „B“ gehört neben den Schriftzügen der Rockbands AC/DC und Kiss sowie der „Stones-Zunge“ zu den weltweit bekanntesten Markenzeichen von Musikgruppen. Andersson und Ulvaeus ließen den neuen ABBA-Schriftzug unmittelbar nach der Fertigstellung markenrechtlich schützen, weshalb er häufig auch zusätzlich mit dem Registrierungszeichen ® gekennzeichnet ist. Nach dem Eintrag des ABBA-Logos als Markenzeichen gehörten die Rechte einer ABBA-eigenen Vermarktungsfirma. Bei einigen Original-Tonträgern – insbesondere in Asien –, diversen Lizenz-Tonträgern und den inoffiziellen Tonträgern wird häufig nicht das ABBA-Logo verwendet, sondern nur eine grafische Anpassung des Original-Logos.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den internationalen Durchbruch von ABBA war zunächst der Sieg beim Eurovision Song Contest 1974, durch den die Gruppe und ihr einfacher, aber markanter Bandname ABBA quasi über Nacht international bekannt wurde. Gleichzeitig vermittelten sie durch ihr Lied "Waterloo" und die ungewöhnlichen, schrillen Kostüme ein neues, modernes Image, das vom europäischen Publikum überwiegend positiv beurteilt wurde. Dazu trugen vor allem die beiden Sängerinnen Fältskog und Lyngstad bei, die zwar zwei völlig unterschiedliche, aber gleichermaßen attraktive und sympathische Frauentypen waren und mit einer frischen und positiven Ausstrahlung auftraten. Über Jahre pflegte ABBA fortan das Image zweier glücklicher und sehr gut befreundeter Paare, die ohne die sonst für viele Bands üblichen Skandale wie Liebesaffären, Drogenkonsum usw. stets nett und freundlich in der Öffentlichkeit, bei Fernsehshows und gegenüber ihren Fans auftraten. Und auch nach der Trennung von Fältskog und Ulvaeus präsentierten die vier Musiker sich als Gruppe, die trotz persönlicher Differenzen gemeinsam für ein Musikprojekt arbeiteten.
Während viele Bands Anfang der 1970er Jahre noch Musik spielten, die sich an die populäre englische Rockmusik der 1960er Jahre anlehnte, war ABBA bestrebt, modernere, eingängige und kommerziell erfolgreiche Unterhaltungsmusik zu produzieren. Nachdem ABBA auf den ersten Platten noch mit sehr verschiedenen Musikrichtungen experimentierte – von der Glam-Rock-Nummer "Rock Me" bis zum internationalen Schlagersong "Honey, Honey" – fand die Gruppe 1975 mit ihrem dritten Album "ABBA" einen eigenen und so bislang noch nicht produzierten Pop-Sound. Unterstützt durch eine vielseitige Instrumentenauswahl, moderne Arrangements und ausgefeilte Studiotechnik, die im Vergleich zu vielen anderen Pop- und Discomusikern ihrer Zeit sehr aufwändig war, erreichte ABBA einen sehr hohen Qualitätsstandard, sowohl bei der Musikaufnahme als auch bei der Produktion. Auch hatte die Gruppe ein sehr gutes Gespür für die Auswahl der Singles und deren Veröffentlichungen sowie für die Weiterentwicklung ihrer Musik. Nur wenn ein Lied dem Produktionsteam „erfolgsversprechend“ schien, wurde es veröffentlicht. Vor allem an die Lieder, die vor einem neuen Album als Single veröffentlicht wurden, stellte das ABBA-Team hohe Ansprüche. Aber auch die späteren Singleauskopplungen mussten „Hitniveau“ haben.
Im Zuge einer globalen Vermarktungsstrategie setzte das ABBA-Management um Stig Anderson ab dem ersten Greatest-Hits-Album Ende 1975 zwar auf möglichst einheitliche Veröffentlichungen, jedoch wurden immer wieder verschiedene Titel, Singles und Alben – wie bereits zu Beginn ihrer Karriere – sehr länderspezifisch aufgenommen und veröffentlicht. So gibt es viele Titel, die in unterschiedlichen Sprachen gesungen wurden, abweichende Titel auf den B-Seiten der Singles sowie viele Sonderproduktionen und Kompilationsalben für einzelne Länder. Darüber hinaus hatte die Band in den für sie kommerziell wichtigsten Ländern eine hohe Medienpräsenz. Die Gruppe gab unzählige Interviews und trat in den bedeutenden Fernsehsendungen und Musikshows live auf, um neue Songs und Alben zu präsentieren. Auch nutzte sie das Medium des Musikvideos wie kaum eine andere Gruppe. Parallel dazu trat die Gruppe 1977 und 1979 bei weltweiten Tourneen mit aufwändiger Bühnen- und Scheinwerfershow auf, was man in dieser Dimension nur von sehr wenigen Künstlern kannte.
Mehrere Faktoren trugen hauptsächlich zum Erfolg auf kompositorischer Ebene bei: erstens der syllabische Stil, d. h. in jedem Song pro Textsilbe eine Note. Zweitens die Übereinstimmung zwischen Textinhalt und Songaufbau (Textgliederung = Songgliederung). Drittens das in den meisten Songs sehr ausgewogene Mengenverhältnis zwischen Melodie- bzw. Silbentönen zu Pausen und Instrumentalabschnitten. Viertens eine Melodiegestaltung mit einfachen und kleinen Tonintervallen ohne chromatische Töne, so dass sich insgesamt ein fast volksliedhafter, besonders sanglicher, leicht nachvollziehbarer Song ergibt, bei dem die Gesangsmelodie auch ohne instrumentale Begleitung bereits das zugrundeliegende Harmoniegerüst vollständig oder weitgehend selbst enthält.
Im Laufe der – auch finanziell – sehr erfolgreichen Jahre bauten die vier Schweden und ihr Manager Stig Anderson einen kaum überschaubaren Mischkonzern mit unterschiedlichen Firmen, Firmenbeteiligungen und anderen Kapitalinvestitionen auf, der auch häufig das „ABBA-Imperium“ genannt wurde. Darunter befand sich beispielsweise das Unternehmen „Sannes Trading“, das Stig Anderson nach dem Erfolg der Gruppe in Osteuropa gemeinsam mit dem schwedischen Geschäftsmann Anders Wall gegründet hatte, mit dem Zweck, Kompensationsgeschäfte mit den Staaten des Ostblocks zu tätigen. Der Erfolg des Unternehmens blieb allerdings aus, da die angebotenen Produkte der Ostblockstaaten in Schweden nicht absetzbar waren. Ende der 1970er wurde Sannes Trading in „Pol Oil“ umbenannt und konzentrierte sich fortan auf das Ölgeschäft. Der Kauf von 55.000 Tonnen Rohöl Anfang 1980 brachte der Firma einen Verlust von 30 Millionen Kronen, worauf diese schließen musste.
Bereits kurz nach der Trennung der Band folgte durch oberflächliche und teilweise nicht kontrollierte Geschäftsführung sowie durch unseriöses Finanzmanagement (u. a. Steuernachforderungen, spekulative Kreditaufnahmen, zweifelhafte Börsenspekulationen) eine massive Krise mit hohen finanziellen Verlusten auch für Fältskog, Andersson, Ulvaeus und ihren Manager Anderson. Lediglich Lyngstad blieb weitgehend schadlos, da sie ihre Kapitalanteile bereits im Zuge der Trennung von ABBA verkauft hatte. Im Januar 1990 verkaufte Stig Anderson schließlich Polar Music mit fast allen Verwertungs- und Lizenzrechten an der eingetragenen Marke ABBA für 300 Millionen Kronen an den Medienkonzern PolyGram. Überschattet war der Verkauf von einer Klage der ehemaligen ABBA-Mitglieder gegen ihren Ex-Manager, als im Zuge dessen bekannt wurde, dass das Label unter seiner Leitung statt der vereinbarten 9 Prozent Tantiemen über Jahre hinweg nur 3 Prozent ausgezahlt hatte. Der Konflikt wurde im Juli 1991 außergerichtlich beigelegt, führte aber zum Zerwürfnis zwischen Stig Anderson einerseits sowie Fältskog, Ulvaeus und Andersson andererseits.
Zweifellos zählt ABBA zu den erfolgreichsten Musikgruppen des 20. Jahrhunderts, wenn es auch zur Anzahl ihrer verkauften Tonträger keine einheitlichen Angaben gibt. Die Schätzungen reichen von etwa 140 Millionen bis zu über 500 Millionen. Zu Beginn 1977 wurden die Verkaufszahlen in einem Fernsehbeitrag mit 44 Millionen angegeben (14 Mio. Alben, 30 Mio. Singles). Im Frühjahr 1978 ergaben Berechnungen von Polar Music insgesamt 53 Millionen Einheiten, während das US-Label Atlantic Records die Tonträgerverkäufe im Rahmen der Promotionreise der Band mit 120 Millionen angab. Diese Zahl wurde auch im TV-Special "ABBA in Japan" übernommen, ist allerdings fragwürdig, nicht zuletzt aufgrund des damals in den USA gängigen Reklameschwindels und der Berechnungsmethode des Labels. 1983 waren laut einer Schätzung vom Guinness-Buch der Rekorde bereits 125 Millionen Tonträger von ABBA verkauft worden. Ab Mai 1985 wurden ihre Tonträgerverkäufe von selbigem mit 215 Millionen Stück beziffert.
1992 sollen es bereits 250 Millionen gewesen sein, wie es u. a. in der Dokumentation "Thank You ABBA" aus dem Jahr 1993 erwähnt wird. Durch das ABBA-Revival stiegen die Verkäufe angeblich wiederum auf 350 Millionen, was ebenfalls als fragwürdig angesehen wird. Da sich die offiziellen Verkaufszahlen von "ABBA Gold", das maßgeblich zum Erfolg des ABBA-Revivals beigetragen hat, bis 1999 auf 15 Millionen Exemplare belaufen, hätten somit 85 Millionen andere ABBA-Alben und -Singles verkauft werden müssen, um dieser Zahl gleichzukommen. Ausgehend von dieser Berechnung erhielt ABBA im Jahr 2004 eine symbolische Auszeichnung für 360 Millionen verkaufte Tonträger, 2010 wurde der Gruppe eine weitere für 375 Millionen Tonträger überreicht. 2013 gab Björn Ulvaeus die Verkaufszahlen mit 380 Millionen Tonträgern an und bezog sich dabei auf Universal Music. Jährlich werden schätzungsweise noch über drei Millionen verkaufte ABBA-Tonträger gezählt.
Den ersten Auftritt im deutschen Fernsehen hatte die Gruppe am 6. Januar 1973 in der Musiksendung "Disco" mit ihrer ersten Single "People Need Love". Moderator Ilja Richter stellte die unbekannte schwedische Band namentlich vor, auf der Bühne standen allerdings Björn Ulvaeus, Benny Andersson, Frida Lyngstad und Inger Brundin – eine Freundin von Lyngstad, die ersatzweise für Fältskog auftrat, da diese im achten Monat schwanger war und daher nicht verreisen wollte. Die Band war damals in Deutschland unbekannt, und so fiel der Wechsel niemandem im Publikum auf. Bekannt wurde ABBA in Deutschland erst 1974 durch ihren Sieg beim Eurovision Song Contest. Ab diesem Zeitpunkt hatte die Gruppe regelmäßig Promotion-Auftritte in verschiedenen populären Musiksendungen im deutschen Fernsehen. Neben vereinzelten Gastauftritten in Fernsehshows wie "Am laufenden Band" mit Rudi Carrell oder der "Aktuellen Schaubude" waren es überwiegend Auftritte in Musiksendungen wie beispielsweise im ZDF in "Disco" mit Ilja Richter, im "Musikladen" von Radio Bremen oder in der "Starparade", die von Rainer Holbe präsentiert wurde.
Es gab auch Auftritte in der DDR: Im November 1974 trat ABBA in der Fernseh-Unterhaltungssendung "Ein Kessel Buntes" auf. Die Band präsentierte die drei Titel "Waterloo", "So Long" und "Honey Honey" sowie einen Ausschnitt von "Waterloo" in der deutschsprachigen Version. Es war einer der wenigen Bühnenauftritte, bei denen Andersson mit auf der Bühne stand und nicht am Klavier saß. Ebenfalls im November 1974 gastierte die Band in der Jugendfernsehsendung "Rund" des ehemaligen Fernsehsenders DDR 1. Zwischen 18. und 30. November 1974 spielte ABBA im Rahmen ihrer ersten europaweiten Tournee in sieben westdeutschen Städten, u. a. in Frankfurt, Bremen und Hannover.
Am 21. August 1976 gab es im "Musikladen" ein "ABBA-Special" – es blieb die einzige "Musikladen"-Sendung, in der nur eine Musikgruppe präsentiert wurde. Im Februar 1977 gab die Gruppe im Rahmen ihrer Europa-Australien-Tournee weitere fünf Konzerte, u. a. in Essen und Köln. Auch im Oktober und November 1979 spielte ABBA fünf Konzerte im Rahmen ihrer Welttournee, darunter in Dortmund und Böblingen bei Stuttgart. ABBAs erster und einziger Live-Auftritt im Fernsehen am 11. November 1982 im "Showexpress" mit Michael Schanze war der letzte gemeinsame Bühnenauftritt in Deutschland und der vorletzte Bühnenauftritt überhaupt. Ein bereits zwei Jahre zuvor geplanter Auftritt im "Showexpress" hatte wegen einer Entführungsdrohung an die ABBA-Mitglieder kurzfristig abgesagt werden müssen und war durch eine 20-minütige Live-Schaltung nach Schweden ersetzt worden.
Bis heute verkaufte ABBA in Deutschland etwa 10,8 Millionen Tonträger und zählt damit zu den Interpreten mit den meistverkauften Tonträgern in Deutschland. Die Alben "Arrival", "Super Trouper" und "ABBA Gold" zählen zu den meistverkauften Musikalben in Deutschland. Die erfolgreichste Single von ABBA in Deutschland ist "Fernando" mit mehr als 600.000 verkauften Stück.
In ihrem Heimatland hatte ABBA von Beginn an große Erfolge. Schon ihre erste gemeinsame Single "People Need Love" kam in die Verkaufscharts. Ihre Studioalben übertrafen bis 1977 jeweils den Verkaufsrekord des vorigen. Trotz der feindseligen Kritiken der schwedischen „Progg-Bewegung“, die besonders ab dem Sieg beim Song Contest stärker wurden, wurde ABBA zur erfolgreichsten Band Schwedens. Ein Beispiel dafür war auch ihre Folkpark-Tournee im Sommer 1975, mit der die Gruppe Besucherrekorde brach. Bis 1979 verkaufte die Gruppe in Schweden 2,9 Millionen Tonträger. 1992 wurde auch "ABBA Gold" ein großer Erfolg und verkaufte über 500.000 Exemplare.
Bekannt wurde die Gruppe auch hier durch ihren Sieg beim Eurovision Song Contest 1974 und erreichte mit "Waterloo" zum ersten Mal Platz 1 der britischen Charts. Doch erst mit den Singles "SOS" und "Mamma Mia", sowie dem 1976 hier erschienenen Album "Greatest Hits" gelang ABBA endgültig der Durchbruch in Großbritannien. Von da an platzierten sich alle Singles bis 1981 zumindest in den Top Ten der Charts, acht davon erreichten die Spitzenposition. Mit insgesamt 11,3 Millionen Stück rangieren ABBA heute auf Platz 3 der Bands mit den meistverkauften Singles in Großbritannien. Dabei ist "Dancing Queen" mit über einer Million an verkauften Stück die erfolgreichste Single. Begleitet war die Veröffentlichung ihrer Tonträger stets von Auftritten und Interviews im Fernsehen, sowie insgesamt 15 Konzerten in den Jahren 1977 und 1979. Die hier veröffentlichten Alben erreichten bis 1982 ausnahmslos alle die Spitzenposition. Bis heute wurden in Großbritannien insgesamt 17 Millionen ABBA-Alben verkauft.
Bereits ab 1972 veröffentlichte das US-Label Playboy Records die ersten Platten der Gruppe, die jedoch allesamt nie die Charts erreichten. 1974 schloss Stig Anderson zunächst einen Dreijahresvertrag mit Atlantic Records, das fortan alle Tonträger bis zur Auflösung der Band in den USA vertrieb. Obwohl ABBA in den Jahren 1974, 1975, 1976 und 1978 Promotionreisen dorthin unternahm, gelangte keines ihrer Alben über die Top 20 hinaus. Die bestplatzierte LP war 1978 "The Album" mit Platz 14 in den Billboard 200. Das meistverkaufte ABBA-Album in den USA ist "ABBA Gold" mit über 6 Millionen verkauften Stück. Auch der Erfolg ihrer Singles hielt sich mit einem Nummer-eins-Hit und drei Top-Ten-Hits deutlich in Grenzen; sechs weitere kamen in die Top 20. Mit "Dancing Queen" und "Take a Chance on Me" wurden lediglich zwei ihrer Singles mit Gold ausgezeichnet. Benny Andersson äußerte in einem Interview 1976 seine Einschätzung, dass der US-amerikanische Musikmarkt für Bands aus Europa generell schwieriger zu erreichen sei als etwa der europäische oder australische. Nicht bloß Musikvideos und Fernsehauftritte seien hier wichtig, sondern vor allem die Live-Präsenz einer Gruppe. Die Nachfrage nach ABBA-Tonträgern stieg allerdings auch nach ihrer US-Tournee von 1979 nicht sonderlich.
Einen ersten Erfolg hatte die Band hier bereits 1974 mit der "Waterloo"-Single, die Platz 4 erreichte. Die Singles ihres dritten Albums "ABBA" erreichten im Gegensatz zu vielen europäischen Ländern nahezu alle die Spitzenposition der australischen Charts. Mit dem Musikvideo und der Single "Mamma Mia" wuchs das Interesse der Australier an der schwedischen Popgruppe rasant. Die 1976 nachfolgenden Singles und das Album "Arrival" erreichten auf Anhieb die Spitzenplätze der jeweiligen Charts und hielten diese wochenlang. Auch im Fernsehen, im Radio und in Zeitschriften war ABBA dauerhaft präsent. Die Australien-Tournee 1977 mit elf Konzerten war restlos ausverkauft. Hier erreichte die Begeisterung der Fans ihren Höhepunkt, einhergehend mit einer für die Künstler teilweise unangenehmen Fan-Hysterie. Bereits nach dieser Tournee verloren die Australier jedoch weitgehend das Interesse an der Gruppe, weswegen sie es auf ihrer Welttournee 1979/80 auch nicht berücksichtigten. Erst mit dem ABBA-Revival ab 1992 und dem Erfolg von "ABBA Gold" sowie dem Musical "Mamma Mia!" wurde die Musik von ABBA in Australien erneut populär. Bis heute wurden in Australien insgesamt rund 6 Millionen ABBA-Tonträger verkauft. Von dem Dutzend Alben, die sich in Australien über eine Million Mal verkauft haben, stammen drei von ABBA ("The Best of ABBA", "Arrival" und "ABBA Gold").
Dieses Land bildet beinahe den Ursprung dafür, dass ABBA sich zu einer Gruppe formten. Die Benny--Björn-Single "She’s My Kind of Girl" aus dem Jahr 1970 wurde 1972 in Japan zum Hit und verkaufte sich rund eine halbe Million Mal, was die beiden Musiker auf den Geschmack englischer Popsongs brachte. Obgleich sie mit ihren Singles keinen so großen Erfolg in Japan hatten, erreichten sechs ihrer Alben die Top Ten der Charts, eines davon ("Voulez-Vous") die Spitzenposition. Ihr Erfolg in dem Land war vor allem die Folge ihrer Promotiontournee im Herbst 1978, deren Fernsehauftritte und Specials 2009 unter dem Titel "ABBA in Japan" auf DVD veröffentlicht wurden. Im Jahr danach verkaufte die Gruppe hier mehr als anderthalb Millionen Schallplatten, bis heute etwa 6 Millionen Tonträger, wobei "Greatest Hits Vol. 2" ihr meistverkauftes Album und "Dancing Queen" ihre meistverkaufte Single ist. Ihre Konzerte waren 1980 komplett ausverkauft. Zudem erschienen in Japan zahlreiche Lizenz-LPs von ABBA, die heute zum Teil nur mehr schwer zu bekommen sind und daher Sammlerobjekte darstellen.
Im Schweden der 1970er Jahre war die Musik stark vom progressiven “Music Movement”, kurz „Progg“ geprägt, zu der Musikverlage, Plattenlabels, Zeitungen und Radiostationen gehörten. Bezeichnend für diese Musikrichtung war vor allem der linksgerichtete Charakter, der sich in politischen Texten niederschlug und keineswegs auf kommerziellen Erfolg ausgerichtet war. Dies stand im Gegensatz zu ABBA, denen vonseiten der Progg-Bewegung unzählige Vorwürfe gemacht wurden. So meinte der Jugend-Chefredakteur der schwedischen Broadcasting Corporation: „Ihre [ABBAs] Musik drückt keine Gefühle aus und stetig schimmert der Kommerzgedanke durch. So wird die Musik zu einem leidenschaftslosen, kalten Produkt [...]“ (Palm, 2006). Der Eurovision Song Contest 1975, der in Schweden ausgetragen wurde, führte zur Organisation des Alternativfestivalen als Gegenveranstaltung sowie dazu, dass Schweden am Song Contest im folgenden Jahr nicht teilnahm.
Vor allem nach dem Sieg von ABBA beim Song Contest und in den folgenden Jahren wurden die Gruppe und ihr Manager für ihr Auftreten kritisiert. Die Musik wurde als „begabter Mist“ bezeichnet, die „einen persönlichen Ausdruck vermissen lässt“ (Halling, 2014). Die Gruppe wurde als „Resultat eines abgebrühten Zynismus“ bezeichnet, ihr wurde vorgeworfen, ihre Musik „zielt in erster Linie darauf ab, den Urhebern das Konto zu füllen, ohne im Gegenzug den Hörern etwas zu geben“ (Halling, 2014). Im Artikel einer schwedischen Zeitung stand 1975: „"I love you" singen ABBA und zeigen dabei zum Publikum. Aber das ist verlogen. ABBA lieben nicht uns, sondern nur die 20 Kronen, die sie uns aus der Tasche ziehen [...]“ (Palm, 2006). Die Progg-Bewegung ging so weit, dass Musiker wie Janne Schaffer, Mike Watson oder Ulf Andersson, die mit ABBA zusammenarbeiteten, geächtet wurden. So wurde es Schaffer verboten, in Sälen zu spielen, die unter dem Einfluss der Bewegung standen. Durch ABBA entstand im damaligen Schweden eine „Zweiklassengesellschaft“ der Musik, in der zwischen „kommerziellen“ und „nicht-kommerziellen“ Künstlern unterschieden wurde.
Im Gegensatz zu Schweden wurde ABBA in den USA bald nach ihrem Sieg beim Song Contest weitgehend positiv aufgenommen. Zu dieser Zeit klagten bereits viele Kritiker, die Rockmusik hätte sich zu einer „oft anmaßenden und pompösen Kunstform entwickelt.“ ABBA bedeutete somit eine innovative Neuerung, z.B. schrieb Ken Barnes im Rolling Stone: „Mit ihren prägnanten und temporeichen Pop-Nummern liegen ABBA viel näher beim eigentlichen Rock'n'Roll als viele dieser übersteigerten Gitarrenkanonen oder diese seelenguten Gruppierungen, die den verwirrten Massen kosmo-dynamische Erleuchtung bringen wollen“ (Palm, 2006). Auch andere Kritiker schrieben, dass sich "Waterloo" „von diesem ganzen Sumpf aus Soul-Balladen und trivialer Country-Musik [...] deutlich abhebt“ (Palm, 2006). Ebenso erhielten spätere Alben wie "Arrival" und "ABBA – The Album" gute Kritiken, u.a. im Billboardmagazin, in dem "Arrival" bezeichnet wurde als „Album, das Anzeichen künstlerischer Weiterentwicklung zeige.“ Die Songs auf "The Album" wurden dafür gelobt, dass „die eingängigen, gedankenvollen Texte nie unter der kräftigen Unterstützung von Keyboard/Syntheziser mit Streichern, Gitarre und Basse im Hintergrund verloren gehen.“
In Großbritannien waren vor allem Kritiker der Rockmusik überrascht, dass ABBA auf dem britischen Markt große Erfolge hatte. Eine Popgruppe, die „einfach nur unterhalten wollte“, enttäuschte die Erwartung einer Fortführung der Linie in der Rockmusik. ABBA wurde vorgeworfen, nicht mit den Traditionen der Blues- und Soulmusik verwurzelt zu sein (Palm, 2006). Auf ihrer Konzerttournee durch Großbritannien 1977 schrieben Kritiker, die Gruppe würde „clever und rücksichtslos manipulieren“ und bringe „mit der Präzision eines Roboters eine Single nach der anderen heraus“; attestierte ihr einen „Mangel an Wärme, eine fast schon eisige Atmosphäre in den technisch perfekten Liveshows“ (Palm, 2006).
ABBA erhielt in neun aufeinander folgenden Jahren (1974–1982) von der Jugendzeitschrift Bravo einen Bravo Otto in der Kategorie „Band“, erreichte bei der Bravo-Leserwahl aber nie den ersten Platz („Goldener Otto“).
Am 18. April 1977 nahm ABBA an einer Gala zum Frühlingsfest der Zeitung Expressen teil und bekam eine „Goldene Wespe“ für die 1976 gedrehte Fernsehdokumentation "ABBA-DABBA-Doo!" überreicht, die vom Publikum zur besten Sendung des Jahres gewählt worden war.
1983 wurde in Schweden ein Briefmarkenblock "Musik i Sverige" herausgegeben, in dem auch eine Briefmarke mit einem Motiv von ABBA enthalten ist, das die Band auf einer Bühne vor jubelndem Publikum zeigt. Das Motiv basiert auf einem Foto von Anders Hanser, das dieser am 18. September 1979 bei einem Konzert in Portland (Oregon) (USA) aufgenommen hat. Eine weitere Briefmarke mit einem Motiv von ABBA erschien in Schweden im März 2000. Das Thema dieser Briefmarke ist die musikalische Entwicklung – speziell beim Eurovision Song Contest (damals noch Grand Prix Eurovision de la Chanson). Auf der Briefmarke ist ABBA in den Kostümen von 1974 einer jungen Künstlerin im „New Wave/Techno-Outfit“ gegenübergestellt.
2002 wurde ABBA in die Vocal Group Hall of Fame in Sharon (Pennsylvania, USA) aufgenommen, die die besten Gesangsgruppen der Welt ehrt.
Am 23. Januar 2009 nahmen Fältskog und Lyngstad gemeinsam in Stockholm den Preis Rockbjörnen („Rock-Bär“) entgegen, der der Popgruppe für ihr Lebenswerk von der schwedischen Zeitung "Aftonbladet" verliehen wurde.
2010 wurde ABBA in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.
Im September 2012 wurden von Madame Tussauds vier Wachsfiguren von ABBA angefertigt. Dabei tragen die Figuren jene Outfits, mit denen die Gruppe 1975 im Rahmen der Promotion-Tour für ihr drittes Album "ABBA" aufgetreten war. Seit Oktober 2012 waren sie in London zu sehen. Im Januar 2013 wanderten die Figuren weiter nach Wien, wo sie sich bis Mitte März befanden. Vom 20. April 2013 an waren die Figuren zwei Monate in Berlin ausgestellt. Ende April 2015 übersiedelten die Figuren erneut für drei Monate nach Wien, wo sie im Rahmen einer Song-Contest-Sonderausstellung zu sehen waren.
→ "Hauptartikel: ABBA/Diskografie"
→ Siehe auch: Liste der Songs von ABBA
Carl Magnus Palm: "Licht und Schatten. ABBA − Die wahre Geschichte." Bosworth Edition, 2006, Paperback-Ausgabe, 638 Seiten. ISBN 3-86543-100-3
Carl Magnus Palm: "Abba − Story  Songs kompakt." Bosworth Edition, 2007, 156 Seiten. ISBN 978-3-86543-227-8
Jan Gradvall, Petter Karlsson: "ABBA − Die ganze Geschichte in 600 Bildern." G+J NG Buchgesellschaft mbH, Hamburg 2014, 400 Seiten. ISBN 978-3-86690-404-0
Sara Russell: "Der ABBA-Reiseführer nach Stockholm." Premium Publishing, Stockholm 2010, 155 Seiten. ISBN 978-91-89136-69-4
Ingmarie Halling, Carl Magnus Palm: "ABBA Backstage − Approved by ABBA." HEEL Verlag GmbH, Königswinter 2014, 80 Seiten. ISBN 978-3-86852-878-7
Trent Nickson: ABBA Charts